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Die Tour der Mikrobrauereien in den belgischen Ardennen

Gravel-Bikepacking in der Wallonie

 In diesem Artikel stellen wir dir unsere vereinfachte Variante der „Tour der Mikrobrauereien in den Hochardennen” vor. Mehrere Mikrobrauereien der Region haben sich zusammengeschlossen und eine sehr anspruchsvolle Gravel-Bikepackingroute erstellt, bei der man sich sportlich fordern und am Ende des Tages einzigartige, regional produzierte Biere verkosten kann. Wir zeigen dir, was dich bei einer Graveltour durch die belgischen Ardennen der Wallonie erwartet und welche Stopps du nicht verpassen solltest!

Flandern; Radfahren; Tourenplanung

 

Werbung: Unsere Reise fand in Zusammenarbeit mit der Tourisverband VISIT Wallonia statt.

 

WAS HABEN DIE ARDENNEN IN DER WALLONIE ZU BIETEN?

Ein Mittelgebirge für Outdoor-Sportler

Bewaldete Hügel, plätschernde Flüsse, liebevoll restaurierte Steinhäuser und jede Menge naturnahe Routen – so würden wir die Ardennen im Süden Belgiens beschreiben. Der höchste Punkt des Mittelgebirges erreicht nicht mal 700 Meter und trotzdem lassen sich hier auf Trails, Wanderwegen oder auch auf asphaltierten Straßen unzählige Höhenmeter sammeln. Wer in den belgischen Ardennen mit dem Fahrrad unterwegs ist, radelt durch dichte Wälder, folgt den mäandernden Flüssen in den schmalen Tälern, kann Hasen, Rotmilane und Wiesel beobachten, während man dem Gesang der Vögel lauscht. Die Ardennen sind im Frühling an Idylle kaum zu überbieten! Und weil sich das unter Outdoorsportlern natürlich schon herumgesprochen hat, fahren wir an diesem sommerlichen Erster-Mai-Wochenende nicht alleine über die steilen Anstiege, sondern treffen immer wieder auf andere sportbegeisterte Menschen – in Laufschuhen, auf Mountainbikes, auf Rennrädern oder auf leicht bepackten Gravelbikes! 



Die Mikrobrauereien entlang der Route

2016 wurde die belgische Bierkultur von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit" anerkannt. Angeblich werden über 1.500 Biersorten in Belgien gebraut und ein paar davon lassen sich auf dieser Gravelbikeroute verkosten. Sieben Mikrobrauereien, die teilweise als Ein-Mann-Betrieb geführt werden, liegen entlang der Originalroute „Balade des microbrasseries de Haute Ardenne (BMBHA)". Nachdem wir die Originalroute etwas gekürzt und unseren Fähigkeiten angepasst haben (dazu später mehr), radelt man auf unserer Route an insgesamt vier Mikrobrauereien vorbei:

 

 👉 La THArée: Als Initiator der Route braut La THArée Bier mit dem Geschmack der Douglasie, inspiriert von den Trails der Hochardennen. Bierverkostung vor Ort möglich!

 

👉 Brasserie Phillippe: Direkt am Marktplatz von Houffalize und trotzdem gut versteckt in einer Garage gelegen. Die Bäckerei am Marktplatz verkauft ein paar Fläschchen.

 

👉 Brasserie d’Oster: Eric hat einen alten Bauernhof umgebaut und braut nun acht Biersorten in Eigenregie. In seinem Restaurant können sich hungrige Radfahrer stärken.

 

👉 Misery: Die familiengeführte Brauerei Misery befindet sich in einem noblen Herrenhaus mit großem Gastgarten. Hier kann man nicht nur Bier trinken, sondern auch übernachten!

 

Belgien; Wallonie; Radfahren; Fahrradtour; Routenplanung; Bikepacking
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Kulinarische Besonderheiten der Wallonie

Um das Wallonie-Erlebnis zu vervollständigen, dürfen eine große Portion Fritten und eine Lütticher Waffel nicht fehlen. Die vergleichsweise schwere Waffel aus einem briocheähnlichen Teig ist von karamellisiertem Zucker durchzogen. Da man sie sowohl warm als auch kalt genießen kann, ist die Lütticher Waffel der perfekte Snack für unterwegs und liefert die nötige Energie für den nächsten steilen Anstieg!



UNSERE VARIANTE DER "TOUR DER MIKROBRAUEREIEN"

Der Ursprung dieser Tour hat mit Radfahren eigentlich gar nichts zu tun! Florentin, der Braumeister von „La THArée", ist nämlich begeisterter Trailrunner. Bei einem seiner Läufe hat er den Duft der Douglasie wahrgenommen und kurzerhand beschlossen, diesen Geschmack in einem Bier zu verarbeiten. So entstand der Name seiner Mikrobrauerei: T steht für „Trails", H für „Haute" und A für „Ardenne" – die Trails der Hochardennen!

Mittlerweile gibt es neben der Route für Trailrunner aber eben auch eine Route für Gravel- und Mountainbiker. Das erklärt vielleicht auch, warum diese Route so anspruchsvoll geworden ist. Für uns war die Originalroute mit unseren bepackten Gravelbikes eine Nummer zu groß. Deswegen haben wir schon ab dem zweiten Tag ein paar der schwierigen Trails gegen einfachere Schotterwege oder asphaltierte Nebenstraßen getauscht. Nichtsdestotrotz ist es eine Route mit Hike-a-Bike-Abschnitten und Schiebepassagen geblieben, die aber eben auch flowige Abschnitte beinhaltet. Für uns die perfekte Mischung! Im weiteren Verlauf erzählen wir, wie es uns dabei ergangen ist:

 

👉 Die GPX-Daten der originalen Gravelbiketour findest du unter diesem Link: „Balade des microbrasseries de Haute Ardenne (BMBHA)" 

1. Tag: Von Coo nach Cherapont

  • Strecke: 43 Kilometer, 1170↑/1000↓ Höhenmeter 
  • Mikrobrauerei: La THArée
  • Unterkunft: Campingplatz in Cherapont
  • GPX Daten: Diese Etappe auf Komoot ansehen

Wir starten in dem kleinen Örtchen Coo. Von Lüttich nur 45 Minuten mit dem Zug entfernt (übrigens eine traumhafte Zugstrecke!), ist es der ideale Ausgangspunkt dieser Tour. Schon auf den ersten zwei Kilometern bekommen wir einen Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten Tage erwarten wird. Es geht gnadenlos, ohne Zeit, warm zu werden, steil den Berg hinauf. Der Blick auf die Coo-Schleife ist die erste Belohnung und wir verschaffen uns zum ersten Mal einen Überblick von oben. Die bewaldeten Hügel reihen sich dicht an dicht, kleine Flüsse schlängeln sich durch die schmalen Täler und hier und da kommen wir an einem schönen, für die Region typischen Steinhaus vorbei.

 

Der Untergrund wechselt zwischen festen Schotterwegen und verblockten Wanderwegen. Immer wieder steigen wir vom Rad ab und müssen schieben. Ja, sogar Reini kann nicht alles fahrend bewältigen! Nach 24 Kilometern erreichen wir Vielsalm, den ersten und einzigen Ort der heutigen Etappe mit Supermarkt und Restaurants. Wir stocken unsere Vorräte auf, essen in der Brauereischänke “Contes de Salme” zu Mittag und radeln gut gesättigt Richtung Süden.

 

Am Ortsausgang befindet sich die erste Mikrobrauerei der Tour: La THArée. Der Name steht für „Trail Haute Ardenne” und Florentin ist der Initiator dieser Bikepackingtour. Der Ursprung seiner Brauerei, so erklärt er uns, liegt beim Trailrunning. Die Region ist bekannt fürs Trailrunning und auch er läuft gerne durch die Wälder der Hochardennen. Dabei ist ihm der Duft der Douglasie in die Nase gestiegen und das hat ihn inspiriert, diesen Duft in einem Bier zu verarbeiten. Seither braut er in einer kleinen Halle einige hundert Liter pro Woche. Wir bekommen spontan eine Kostprobe von Bier und Käse. Für den Abend nehmen wir uns noch ein IPA und ein Erdbeer-Bier mit - das sei besonders fruchtig, verspricht er uns.

 

Die Route führt weiter durch traumhafte Landschaft, der gelbe Löwenzahn leuchtet auf den saftig grünen Wiesen und die kleinen Bäche rauschen durchs Tal. Das Terrain ist weiterhin anspruchsvoll und wir sind froh, dass wir diese Saison schon ein paar Kilometer in den Beinen haben. Mal schauen, ob wir in den kommenden Tagen nicht hier und da etwas umplanen werden, um das Level etwas runterzuschrauben.

 

Wir beenden den Tag auf dem einfachen, etwas in die Jahre gekommenen Campingplatz in Cherapont. Wir genießen Florentins Bier, wobei wir uns beim Erdbeer-Bier nicht ganz einig werden, ob das nun gut schmeckt, oder nicht 😆.

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Blick auf die Coo-Schleife
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Die Route führt durch die hügeligen Wälder
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Einsame Schotterpisten in der Natur - was will man mehr

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Die hübsche Kirche Saint-Genoux in Vielsalm
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Ankunft bei der Mikrobrauereri La THArée
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Die erste Verkostung steht an

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Unten im Tal folgen wir meistens einem kleinen Fluss
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Eines der vielen Steinhäuser - typisch für die Region
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Gravelwege mal mit mehr oder weniger Anspruch gibt es hier genügend


2. Tag: Von Cherapont nach Manhay

  • Strecke: 48 Kilometer, 930↑/910↓ Höhenmeter 
  • Mikrobrauerei: Brasserie Phillippe (bei uns leider geschlossen)
  • Unterkunft: Eurocamping in Manhay
  • GPX Daten: Diese Etappe auf Komoot ansehen

Nach dem gestrigen Tag haben wir beschlossen, die Route der Mikrobrauereien etwas mehr unseren Wünschen und Fähigkeiten anzupassen, indem wir manche Offroad-Abschnitte gegen asphaltierte Nebenstraßen tauschen. Wir sind also gespannt, wie sich der heutige Tag entwickelt.

 

Los geht´s auf einer kleinen Straße, die uns entlang des idyllischen Ourthe-Tals führt. Der Fluss Ourthe mäandert zwischen Bäumen und Wiesen hindurch, ein Reiher sitzt am Ufer und wir hören nichts außer Vogelgezwitscher und den Wind in den Baumwipfeln. Absolut malerisch!

 

Wir verlassen den Asphalt und biegen in Richtung Wildnis ab. Es folgen gut fahrbare Singletrails, steile Schiebepassagen mit grobem Geröll und feingeschotterte Forstwege. Ein bunter Mix, der uns beiden richtig Spaß macht!

 

In Houffalize angekommen, sehen wir uns plötzlich von zahlreichen Mountainbikern umgeben. Dieses Wochenende findet hier das größte MTB-Event Belgiens statt und die ganze Stadt ist auf den Beinen. Zum Glück startet das Rennen erst morgen, denn auch wir sind auf einem Teil der Rennstrecke unterwegs (und die Teilnehmer würden sich bestimmt nicht über zwei bepackte Räder freuen, die im Schneckentempo die Trails bergauf fahren 😂).

 

In Houffalize befindet sich die Brasserie Philippe - eine der Brauereien, die auch Teil dieses Routenprojekts ist. Leider hat sie am Feiertag geschlossen und wir müssen auf die Verkostung des Bieres verzichten. Gut, dass morgen noch drei weitere Brauereien auf uns warten!

 

Hinter Houffalize beginnt der schwerste Teil des Tages, denn neben einigen Schiebepassagen erreichen wir auch ein Terrain, an dem selbst Schieben nicht mehr möglich ist. Stattdessen heben wir zusammen ein Rad nach dem anderen über große Wurzelstöcke und Steine. Selbstverständlich umgeben von traumhafter Natur. Ab Filly nehmen wir wieder etwas Tempo auf und rollen über kleine Nebenstraßen vorbei an gelb blühenden Wiesen, genießen die Weitsichten auf die grünen Hügel der Hochardennen und nehmen den letzten Anstieg in Angriff.

 

Höchst zufrieden mit unserer heutigen Routenwahl erreichen wir den Campingplatz „Eurocamping”. Als wir ankommen und für die Nacht bezahlen wollen, schaut uns die Betreiberin an und sagt: “You travel on a bike? Then camping is for free!” 🤩 Wow!

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Idyllisch startet die nächste Etappe
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Die Kirche von Rettigny
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Ein Paradies für Naturliebhaber

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Startpunkt des größten MTB Events Belgiens - nichts für uns Bikepacker, aber ein Foto muss sein!
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Manchmal fühlen wir uns, als wären wir Mitten im Nirgendwo
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Schieben und das Rad über Bäume heben gehört heute auch dazu!

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Wunderschöner Ausblick und Zeit für einen Moment innehalten
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Laufentenbabies - unser Herz schmilzt!
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Nur noch ein paar Höhenmeter bevor wir gemütlich nach Dochamps rollen


3. Tag: Von Manhay nach Coo


Heute schließen wir den Kreis und fahren auf der letzten Etappe zurück nach Coo, unserem Ausgangspunkt. Selbstverständlich nicht, ohne weiteren Mikrobrauereien einen Besuch abzustatten! Die erste erreichen wir pünktlich um 8.30 Uhr vormittags - quasi zur klassischen Bierverkostungsstunde. 🫢

 

Die Brasserie d´Oster hat erwartungsgemäß noch geschlossen, aber Eric entdeckt uns und öffnet uns kurzerhand die Türen. „Wir fahren die Tour der Mikrobrauereien und würden gerne dein Bier kosten!” Kaum ausgesprochen, stehen wir auch schon mittendrin, während Eric uns mit Begeisterung seine acht Biersorten vorstellt. Aufgrund der frühen Morgenstunde verzichten wir allerdings auf eine Verkostung und nehmen stattdessen ein kleines Fläschchen Weißbier mit. Für heute Abend. Tipp: Bei Eric bekommt man neben Bier auch etwas zu essen (sofern man während der Öffnungszeiten vorbeikommt 😉).

 

Auf dem ersten Teil der Etappe geht es viel bergab, wir rollen durch dicht gewachsenes Grün, haben Weitblicke auf die Hügel der Ardennen und fahren durch ausgesprochen schöne Dörfer. In den Gärten blühen Blumen, die großen Tore der Steinhäuser stehen offen und die Belgier genießen, so wie wir, das fast schon sommerliche Wetter. Genuss pur!

 

Doch es wäre nicht „die Tour der Mikrobrauereien”, wenn nicht der nächste fordernde Trail auf uns warten würde. Über Stock und Stein geht es steil bergauf und bergab. An manchen Stellen schieben wir beide, an anderen steige nur ich ab.

 

In Pouhon staunen wir nicht schlecht, als wir in einem alten Herrenhaus die nächste Mikrobrauerei erreichen. „Misery” scheint allerdings nicht nur eine Brauerei zu sein, sondern in dieser tollen Location gibt es auch Events mit Livemusik, ein Restaurant und sogar eine Ferienwohnung, die man mieten kann. Das ist bestimmt ein tolles Erlebnis! Leider sind wir auch bei dieser Brauerei zu früh dran und stehen vor geschlossenen Türen. Würdet ihr die Bierverkostung dann bitte für uns übernehmen, solltet ihr die Tour mal nachfahren? 🍻

 

Für die letzten 10 Kilometer der Route wählen wir die (zumindest heute) wenig befahrene Bundesstraße, um noch rechtzeitig in Coo anzukommen. Dort steigen wir müde, aber glücklich in den Zug nach Lüttich.

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Abenteuerlich startet Tag 3
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Unsere erster Stop: die Brasserie Oster
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Acht Biersorten hat Eric im Angebot - dazu auch was leckeres zu essen

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Natur pur - wir lieben es!
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Während Reini durchs Wasser fährt, schiebt Angi über die Brücke :-)
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Blick auf das Örtchen Harre

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Das Herrenhaus der Mikrobrauerei Misery
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Pausensnack aber ohne Bier - das heben wir uns für die Zugfahrt auf
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Noch ein letzer schöner Ausblick bevor die Tour endet


Weitere Bikepacking-Routen in der Wallonie

  • GR² Routen für Gravelbiker:

Die GR² Routen (Grandes Randonnées Gravel) wurden speziell für Gravelbiker entwickelt. Die 10 Mehrtagestouren haben eine Länge zwischen 200 und 400 Kilometer. Du kannst diese Routen aber auch zusammenlegen und deine ganz eigene Variante planen! Unsere liebe Kollegin "Fräulein Draußen" hat das schon gemacht und erzählt hier über ihre Erfahrung.

  •  Graveltour für Profis:

Für die hartgesottenen Gravelbiker gibt es auf bikepacking.com eine interessante Route: THE ARDENNES ARBALETE. Auch wenn wir die Route selbst nicht gefahren sind, würden wir mit jeder Menge Hike-A-Bike und anspruchsvollem Terrain rechnen. Sonst wäre sie vermutlich nicht auf bikepacking.com veröffentlicht worden 😉  

  • Ravel: Genussradeln auf ehemaligen Bahntrassen

Wer es gerne gemütlich hat und auf asphaltierten Bahntrassen radelt, findet mit dem Ravel-Streckennetz jede Menge Routen quer durch die Wallonie!  

  • Radfahren & Kultur: Die UNESCO Radroute

Auf 500 km und 5000 hm radelst du auf asphaltierten Radwegen und kleinen Nebenstraßen zu kulturhistorischen Highlights der Wallonie, darunter auch einige ausgezeichnete UNESCO-Weltkulturerbestätten. Hier gehts zur Route.


PRAKTISCHE INFOS FÜR RADTOUREN IN DEN BELGISCHEN ARDENNEN

Wenn du nun Lust bekommen hast, die Ardennen mit dem Fahrrad zu erkunden, gibt es hier noch ein paar weitere, praktische Informationen für deine Reiseplanung!

1. An- und Abreise mit Öffis nach Lüttich/Coo

Bahnhof Lüttich / Liège-Guillemins:

Um die Wallonie mit dem Fahrrad zu erkunden, bietet sich Lüttich als Dreh- und Angelpunkt an. Die Stadt ist nicht zuletzt dank des Bahnhofs Liège-Guillemins sehr gut angebunden. Der ICE hält hier auf dem Weg von/nach Deutschland, sogar der Nightjet aus/nach Österreich stoppt in Lüttich. Außerdem startet in Lüttich der Regionalzug nach Coo - dem Ausgangspunkt unserer Bikepackingtour.

 

Bahn & Fahrrad in Belgien

Die Belgische Bahn ist sehr günstig und die Fahrradmitnahme ist auch spontan in allen Zügen möglich. Für das Fahrrad braucht man ein Ticket, aber keine Reservierung. Tickets sind spontan über die App oder vor Ort am Automaten erhältlich. Wer längere Strecken in Belgien per Bahn zurücklegen möchte, kann für 6 € die Ermäßigung Train+ kaufen (ein Monat gültig). Das ist in der App der belgischen Bahn unkompliziert möglich. Mit Train+ erhält man bis zu 40 % Rabatt auf den regulären Ticketpreis. 

 

Der Nachteil an der spontanen und unkomplizierten Buchung ist offensichtlich - es gibt keine reservierten Plätze und damit auch keine einheitliche Regelung der Fahrradmitnahme. Es funktioniert also mehr nach dem „First-Come-First-Serve"-Prinzip, wobei wir die Erfahrung gemacht haben, dass selbst in den vollsten Zügen noch Platz für Radfahrer gefunden wird. Sowohl das Zugpersonal als auch die Fahrgäste haben wir als sehr entspannt gegenüber Fahrrädern im Zug erlebt. 

 

Auch praktisch: Unter https://bikeontrain.belgiantrain.be/de/  kannst du deine Verbindung eingeben, um zu erfahren, welche Bedingungen bei welcher Verbindung zu erwarten sind. Fahrräder dürfen in allen Zügen der belgischen Bahn mitgenommen werden, auch wenn es dafür keine ausgewiesenen Plätze gibt.

Belgien; Wallonie; Radfahren; Fahrradtour; Routenplanung; Bikepacking
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2. Unterkünfte

  • Lüttich

Direkt am Hauptbahnhof von Lüttich bietet sich das moderne YUST Hotel an. Das Hotel trägt das Label Bienvenue Vélo und ist somit besonders gut auf die Bedürfnisse von Radfahrern eingestellt. Hinter dem Haus gibt es einen großen, überdachten Fahrradstellplatz. Im Haus befindet sich das wirklich ausgezeichnete (aber hochpreisige) Restaurant Pépin.   

 

Weitere Unterkünfte und andere Einrichtungen mit dem fahrradfreundlichen Label findest du hier

  • Coo/Stavelot

Direkt am Bahnhof von Coo bietet sich das Fahrradcafé Le Coffee Ride für eine Pause oder gar eine Übernachtung an. Als wir bei der Anreise ankamen, hatte es leider geschlossen. Bei unserer Abreise tummelten sich unzählige Radfahrer für eine Kaffeepause vor dem Eingang!

  • Campingplätze

Es gibt einige Campingplätze in der Region in unterschiedlicher Qualität. 💡 Eine Besonderheit, von der wir nichts wussten: In Belgien ist es durchaus üblich, dass kein Toilettenpapier und keine Seife im Sanitärgebäude zur Verfügung gestellt wird. Man muss also beides selbst mitbringen. 

Die erste Nacht haben wir auf dem nicht sehr empfehlenswerten Cherapont Camping übernachtet. Für die zweite Übernachtung nahe Manhay ist unsere Wahl auf den Eurocamping nahe Manhay gefallen - und das war eine goldrichtige Entscheidung! Radfahrer sind hier sehr willkommen und wir durften sogar kostenlos übernachten. Großartig!

  • Welcome to my Garden

Das in Belgien gegründete Netzwerk Welcome to my Garden bietet Radreisenden die Möglichkeit, private Gastgeber zu treffen und in ihren Gärten zu zelten. Eine tolle Gelegenheit, eine Region abseits der Touristenpfade kennenzulernen und einen Blick hinter die Fassaden der schönen Steinhäuser zu werfen. 

  • Biwak - Trekkingplätze in der Natur

Wildcampen ist in Belgien nicht erlaubt, stattdessen gibt es aber ein paar Trekkingplätze in der Natur, die dem Gefühl des Wildcampens schon ganz nahe kommen. Hier findest du eine Übersicht der Plätze. Alternativ kannst du in Google Maps nach „biwak zone belgien" suchen. Bei unserem nächsten Besuch wollen wir das auch mal ausprobieren!

Belgien; Wallonie; Radfahren; Fahrradtour; Routenplanung; Bikepacking
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3. Orientierung & Verpflegung

 

NAVIGATION

Die Tour der Mikrobrauereien ist nicht ausgeschildert. Um der Route folgen zu können, brauchst du die GPX-Daten auf einem Fahrrad-Navi oder zumindest auf deinem Handy. Die GPX-Daten unserer Variante findest du hier, die originale und unveränderte Route findest du hier.

 

SUPERMÄRKTE

Bei unserer Etappeneinteilung sind wir einmal pro Tag an einem Supermarkt vorbeigekommen:

  • Vielsalm
  • Houffalize
  • Manhay

RESTAURANTS

Immer wieder passiert man ein kleines Café oder ein Restaurant. Beachte unbedingt die Öffnungszeiten, um nicht wider Erwarten vor geschlossenen Türen zu stehen. Rechne in Restaurants mit vergleichsweise hohen Preisen.


Was haben wir bei einer Bikepackingtour mit Zelt eigentlich dabei?


💡Hast du Tipps für die belgischen Ardennen?

Warst du schon mal in den Ardennen unterwegs? Teile deine Tipps und Erfahrungen gerne in den Kommentaren! 

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