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Bikepacking im SalzburgerLand: Die „Harte“ Gravelroute

Du möchtest auf deinem Gravelbike die Alpen erkunden? Im österreichischen Bundesland Salzburg hast du auf einer brandneuen Gravelbikeroute die perfekte Gelegenheit dazu! Die "Harte" Gravelroute rund um unser Heimat-Bundesland Salzburg ist ein 660 km langes Bikepacking-Abenteuer der Extraklasse. Hier kannst du tiefblaue Seen, rauschende Wasserfälle, schroffe Berggipfel, grüne Almen und steile Bergpässe hautnah erleben und die beeindruckende Natur und die Alpenpanoramen Österreichs genießen. In diesem Artikel findest du alle Informationen, die du zur Vorbereitung auf dieses Abenteuer benötigst!

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Gravelbiken im Salzburger Land

 

Werbung: Unsere Reise fand in Zusammenarbeit mit der Tourismusregion SalzburgerLand statt.

 

WAS ERWARTET DICH IM SALZBURGER LAND?

BERGE

Das Salzburger Land, im Herzen Österreichs gelegen, ist ein Paradies für Naturliebhaber und Outdoor-Enthusiasten. Es erstreckt sich von den sanften Hügeln des Flachgaus im Norden bis zu den beeindruckenden Gipfeln der Hohen Tauern im Süden. Dazwischen liegt eine landschaftliche Vielfalt, die von tiefblauen Seen über dichte Wälder bis hin zu rauschenden Wasserfällen und mächtigen Bergketten reicht.

 

KULTUR

Auch kulturelle Highlights kommen im Salzburger Land nicht zu kurz. Unsere Heimatstadt Salzburg hat sich nicht nur als "Mozartstadt" weltweit einen Namen gemacht, sondern beeindruckt auch durch ihre hohe Dichte an historischen Gebäuden und Kirchen. Man mag es kaum glauben, aber Salzburg und Rom weisen die gleiche Anzahl an Kirchen pro Einwohner auf! Abseits der Landeshauptstadt gibt es auch Burgen und Schlösser entlang des Weges zu entdecken, wie zum Beispiel die Burg Mauterndorf oder das Schloss Höch. 

 

KULINARIK

Wer sich neben dem Gravelbiken auch auf eine kulinarische Reise einlässt, wird an Pinzgauer Kasnocken, Kaiserschmarren und frisch zubereiteten Mehlspeisen (= Kuchen) nicht vorbeikommen! Dazu ein kaltes Glas Almdulder auf einer urigen Almhütte mit Blick auf die Berggipfel und schon ist das kulinarische Erlebnis vollkommen. Abgerundet wird dieser Gaumenschmaus mit einer persönlichen Einladung auf "a Schnapserl" vom Wirten oder der Wirtin! 

 

UNTERKÜNFTE

Die Auswahl an Unterkünften reicht vom Campingplatz und  einfachen Gaststuben bis hin zu gehobenen Biohotels. Viele Betriebe haben sich bereits auf die Bedürfnisse von Radfahrerinnen spezialisiert (sogenannte Bike-Hotels) und bieten Fahrradtouristen eine ideale Infrastruktur mit Fahrrad-Stellplätzen, Reparaturmöglichkeiten und manchmal sogar mit Waschgelegenheiten für das Fahrrad an.  

 

DENKE DARAN!

Wer sich für ein Gravel-Abenteuer nach Salzburg (oder Österreich im Allgemeinen) aufmachen möchte, dem empfehlen wir, offiziellen Routen zu folgen und keine spontane Eigenplanung vor Ort zu starten. Die Regelungen, welche Wege mit dem Fahrrad befahren werden dürfen und welche nicht, sind hierzulande sehr streng. Forstwege sind in Österreich für Fahrradfahrer grundsätzlich verboten, es sei denn, es ist an Ort und Stelle mit Schildern ausdrücklich erlaubt. Nicht alle Routenplanungs-Apps kennen alle Einschränkungen. Halte dich also am besten an offiziell veröffentlichte Gravel-Routen wie diese hier und du wirst ein unvergessliches Gravel-Erlebnis genießen!

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Graveln auf dem Zwölferhorn
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Graveln in Österreich ist nicht uneingeschränkt möglich! Kenne die Bestimmungen vor Ort.


DIE "HARTE" GRAVELTOUR RUND UMS SALZBURGER LAND

Die "Harte" Gravelroute, wie sie vom SalzburgerLand Tourismus betitelt wird, führt auf 660km und 12.500 Höhenmeter einmal rund um das Bundesland Salzburg. Auf einem Mix aus Schotter und Asphalt (63%) überquert man fordernde Alpenpässe und kann sich zwischendurch auf Flussradwegen von den vielen Höhenmetern erholen. Der Blick auf die Berglandschaft kommt dabei niemals zu kurz, denn kaum ist man um die nächste Kurve geradelt, thront schon der nächste Berggipfel am Horizont!

Die Großglockner Hochalpenstraße, die Überquerung der Radstädter Tauern und die Gipfelfahrt zum Großen Asitz zählen zu den forderndsten Passstraßen entlang der Route. Belohnt wird man mit atemberaubenden Aussichten auf die Alpenwelt und einem unfassbar guten Gefühl, die nächste Herausforderung gemeistert zu haben! 

Wir haben uns die "Harte" Graveltour in 11 Etappen eingeteilt, um ausreichend Zeit zum Fotografieren und Filmen zu haben. Der Tourismusverband schlägt 10 Etappen vor. Teilt euch die Etappen aber unbedingt nach eurem Können ein, um weder über- noch unterfordert zu sein.

 

💡Tipp: Die "Harte" Route ist nichts für dich? Dann werfe unbedingt eine Blick auf die "Zarte" Graveltour! Sie ist kürzer, aber kein bisschen weniger schön :-)


1. Von Salzburg nach Strobl am Wolfgangsee


Salzburg ist ein Städtchen mit viel Charme und der Blick vom Müllnersteg auf die Festung und die Altstadt ist selbst für uns jedes Mal auf´s Neue eine Freude. Entlang der Salzach geht es auf Radwegen sofort raus aus der Stadt und rauf auf die grünen Hügel. Das erste große Natur-Highlight des Tages wartet in der Strubklamm. Jeder, der gerne Fahrrad fährt und in Salzburg Stadt lebt, ist diese legendäre Straße schon mal gefahren. Die steil abfallenden Felswände und die tiefen Blicke in die Schlucht wirken so imposant und mächtig. Nur wenige Kilometer weiter erreichen wir schon das Felsenbad - mit Sicherheit einer unserer Lieblingsorte! Das Fahrrad lassen wir oben an der Straße stehen, damit wir einem der Wegweiser durch den etwas steilen Wald folgen können, bis das Rauschen des Wassers immer lauter wird. Der Fluss hat hier die Felsen zu kleinen Becken geformt, die bei heißen Temperaturen zum Baden einladen. Ein wunderbarer Ort!

 

Es geht weiter entlang des tief blauen Hintersees und weiter durch die Ortschaft Hintersee, bis wir wieder Schotter unter den Reifen haben und ein langer Anstieg beginnt. Je weiter wir hinauf kommen, desto schöner die Aussicht auf den Faistenauer Schafberg, auf das Gennerhorn, Gruberhorn und auf den Regenspitz. Bei der Schafbachalm angekommen, ist der erste Anstieg geschafft. Die Alm ist idyllisch eingebettet von Bergen und Wiesen und eine Einkehr ist dringend empfohlen!

 

Nun geht es über eine schnelle Abfahrt hinunter nach Faistenau, ehe der letzte steile Anstieg des Tages beginnt. Es geht hinauf bis zur Sausteig-Alm. Oben angekommen, belohnen die Weitblicke für die vielen Schweißtropfen. Der glasklare Wolfgangsee liegt uns zu Füßen und der Schafberg thront am anderen Seeufer. Was für ein Panorama!

 

Die Abfahrt von der Sausteigalm ist Anfangs etwas holprig. Ich schiebe ein paar Meter und sogar Reini steigt kurz ab. Es dauert aber nicht lange, dann geht es in einem Höllentempo hinunter zum Wolfgangsee. Strobl ist ein hübscher Ort direkt am Seeufer und eignet sich bestens für den ersten Sonnenuntergang (und die erste Nacht).  

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Bikepacking in der Osterhorngruppe im Salzburger Land
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Das Felsenbad in der Strubklamm
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Blick auf den Wolfgangsee und den Schafberg

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Am Weg zum Zwölferhorn mit Blick auf den Schafberg
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Klassische Szene im Salzburger Land ;-)
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Sonnenuntergang in Strobl am Wolfgangsee

2. Über die Postalm ins Lammertal


Der Tag beginnt mit einem langen, aber wirklich wunderschönen Anstieg zur Postalm. Die Mautstraße schlängelt sich in Serpentinen den Berg hinauf, wir fahren dem rauschenden Weißbach entlang und passieren Wasserfälle, Felswände und weidende Kühe. Ringsum immer mit einem tollen Ausblick auf die umliegenden grünen Berggipfel. Es überholen uns nur wenige Autos, dafür umso mehr RennradfahrerInnen! So schön zu sehen, wie viele Radfahrer bereit sind, ein paar Schweißtropfen für die belohnende Aussicht zu opfern.

 

Oben angekommen, packen wir unsere Käsebrote aus, obwohl wir eigentlich ganz genau wissen, dass es im Postalm Restaurant Lienbachhof so gute Pofesen gäbe. Wer die probieren möchte, sollte den kleinen Umweg unbedingt in Kauf nehmen. Die Abfahrt ins Tal führt uns über die Alte Postalmstraße. Eine herrliche Gravelabfahrt, die ausschließlich Wanderern und Radfahrern vorbehalten ist. Es geht vorbei an saftigen Wiesen, gemütlichen Almhütten, tosenden Wasserfällen, tiefen Schluchten und hohen Bergflanken. Dieser Abschnitt zählt schon seit langem zu einer unsere Lieblings-Gravelrouten in Salzburg!

 

Die Abfahrt führt bis ins Lammertal. Zurück auf Asphalt fahren wir auf kleinen, wenig frequentierten Nebenstraßen dem Fluss Lammer entlang. Es dauert nicht lange, bis der erste Blick auf die Bischofsmütze frei wird. Der mächtige Gipfel, dessen From tatsächlich an eine Bischofsmütze erinnert, ist der markanteste Teil des Gosaukamm Gebirgstocks und wir werden ihn heute nicht mehr aus den Augen lassen.

 

Wir überwinden ein kurzes Stück (3km) auf der Bundesstraße Richtung Annaberg. Heute ist Wochenende und trotzdem hält sich der Verkehr sehr in Grenzen. Um beste Sichtbarkeit zu gewährleisten, schalten wir das Rücklicht an, obwohl über uns der Himmel blau strahlt. Sicher ist sicher! Von der Bundesstraße biegen wir links ab und es beginnt der letzte Anstieg des Tages. Hier sind wir wieder auf ruhigen Nebenstraßen, fahren vorbei an prächtigen Häusern und traditionellen Höfen. Gleich dahinter der wunderschöne Gosaukamm mit der Bischofsmütze - was für ein Anblick! Wir setzen uns an den Straßenrand, essen ein Käsebrot und bestaunen stillschweigend die Berge. Traumhaft.

 

Die letzten 10km geht es auf sehr flowigen Schotterwegen durch dichten Wald bergab. Ein wahres Gustostückerl an Gravel! Damit wir unsere heutige Unterkunft erreichen, biegen wir von der eigentlichen Route ab und fahren ein paar Kilometer Richtung Lungötz und St. Martin am Tennengebirge. Ein kleiner, aber lohnenswerter Umweg. Von unserem Zimmer - ihr ahnt es sicher schon - haben wir den perfekten Blick auf die Bischofsmütze. 🥰 

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Die wolkenumhüllte Bischofsmütze
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Graveln auf der Postalm
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Im Lammertal

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Die Postalm ist ein Outdoor-Traum zu jeder Jahreszeit!
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Blumenwiesen im Sommer
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Die "Harte" Gravelroute folgt sehr oft Bächen und Flüssen

3. Vom Lammertal nach Flachau

  • Strecke: 36 Kilometer, 690↑/730↓ Höhenmeter 
  • Untergrund: 62% Asphalt
  • Unterkunft: Hotel Montanara 
  • Infos zur Region: Flachau
  • Diese Etappe auf Komoot ansehen
  • Originale GPX-Daten downloaden

 Die heutige, relativ kurze Etappe gehen wir gemütlich an. Quasi die Ruhe vor dem Sturm, denn die Etappen der nächsten Tage werden uns noch genug fordern! Weil unsere Unterkunft etwas abseits der Strecke liegt, fahren wir zuerst zurück nach Lungötz und dann wieder leicht bergauf zur eigentlichen Route.

 

Diese ersten 5km sind schon der erste Vorgeschmack auf jene Landschaft, die uns heute erwarten wird: Wir fahren entlang eines kleinen Baches, der sich durch saftig grüne Wiesen und Nadelwälder schlängelt, dazwischen weiden die Kühe und die Forststraße führt in sanfter Steigung den Berg hinauf. Wobei - die sanfte Steigung findet kurz vor dem Langeggsattel ein Ende, denn dort wird es ordentlich steil. Bis zu 17% Steigung! Während Reini noch alles fahrend bewältigen kann, habe ich längst den Schiebe-Gang eingelegt. 

 

Am Weg hinauf tauchen wir tief in den Wald ein und sobald wir einen Ausblick durch die Bäume erhaschen, haben wir das Gefühl, in Kanada gelandet zu sein! Zur Belohnung folgt nun die herrliche, 10km lange Abfahrt vom Langeggsattel nach Eben im Pongau. Zuerst haben wir noch Schotter unter den Reifen, bis wir auf die Hauptstraße und damit auf Asphalt wechseln. Das macht ordentlich Spaß!!

 

Jetzt geht es locker leicht dem Ennsradweg entlang bis Flachau. Wir haben noch den kleinen, schönen Umweg zum Badeplatz am Reitecksee und zum Schloss Höch genommen. Wem hier die Kraft ausgeht, kann auch dem direkten Weg nach Flachau folgen. Die Radwege sind vor Ort sehr gut ausgeschildert! Wir kommen früh bei unserer Unterkunft an und genießen einen entspannten Nachmittag bei dem vielleicht besten Kuchenbuffet des Landes 😍 🍰🧁☕️

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Ausblicke, als wäre man in Kanada
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Am Weg nach Flachau
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Steile Wege durch den verwunschenen Wald

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Pausenbänke mitten im Wald!
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Ur-Gemütlich!
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Schloss Höch nähe Flachau

4. Von Flachau über den Tauern nach St. Michael im Lungau


 Heute stehen 2000 Höhenmeter am Programm und die Tatsache, dass wohl die eine oder andere Schiebe- bzw. Tragepassage auf uns wartet, macht mich (Angi) etwas nervös. Deswegen starten wir in aller Früh in Flachau und radeln den gemütlichen und sehr schönen Weg hinauf zum Gasthof Sattelbauer. Schon am Weg hinauf gibt es immer wieder traumhafte Blicke auf die Berge, aber oben am Sattel ist der Blick auf den Dachstein und die Bischofsmütze einfach umwerfend!

 

Es geht über perfekte Schotterwege bergab Richtung Altenmarkt und Radstadt. Für den Anstieg nach Untertauern folgen wir dem Taurachtal Radweg und wir können nicht glauben, dass wir davon noch nie gehört haben. Die Taurach führt glasklares Gebirgswasser und schlängelt sich idyllisch durch die Natur. Der geschotterte Radweg folgt dem Fluss bis Untertauern. Ein sehr genussvoller Abschnitt.

 

In Untertauern wechseln wir kurz auf die Bundesstraße, die tatsächlich sehr wenig befahren zu sein scheint. Zumindest ist das heute so und wir treten immer weiter Richtung Obertauern. Bei der Gnadenalm angekommen, genießen wir ein Glas Almdudler, ehe es über die weitläufigen Almen Richtung Johanneswasserfall geht. Der tosende Wasserfall führt irre Wassermengen, die sich vom Felsvorsprung in die Tiefe stürzen. Der Weg ist sogar so angelegt, dass man sich direkt unter den Wasserfall stellen kann. Ein Highlight, das man hier auf keinen Fall verpassen sollte!

 

Vom Wasserfall startet dann der härteste Abschnitt des Tages. Es geht über einen nicht befahrbaren Wanderweg etwa 100 Höhenmeter steil bergauf. Wir können die Räder hier nicht mal mehr schieben, sondern müssen sie über Stock und Stein tragen. Das kostet ordentlich kraft, lohnt sich aber dank des Ausblicks auf die umliegenden Berge. Bis wir Obertauern, den höchsten Punkt des Tages erreichen, warten aber noch weitere Herausforderungen auf uns. Immer wieder müssen wir das Fahrrad schieben und über kleine Hindernisse tragen. Dazwischen gibt es wieder perfekt fahrbare Abschnitte. Alles in allem ist der Anstieg von der Gnadenalm bis nach Obertauern ein ordentlicher Kraftakt, den man nicht unterschätzen sollte. Wer diesen Teil umfahren möchte, kann die gesamte Strecke zwischen Untertauern und Obertauern auf der Bundesstraße fahren.  

 

In Obertauern angekommen geht es erst mal in einem Höllentempo die Straße bergab. Das macht Spaß! Doch es dauert nicht lange, bis die nächsten kleinen Anstiege beginnen. Die Routenführung ist, sobald man die Hauptstraße wieder verlässt, einfach perfekt. In dem netten Örtchen Mauterndorf angekommen, beginnt der letzte Akt des Tages: Die Befahrung des Hollerberges! Unsere Beine sind bereits müde, doch zum Glück ist die Steigung sehr human. Nur der letzte Kilometer des Anstiegs lockt unsere letzten Kraftreserven hervor: Es muss wieder ein Stück geschoben werden. Belohnt wird die Überwindung der letzten Hürde mit einem unendlich weiten Blick in den Lungau, auf St. Michael und die hohen Berge ringsum. 

 

Wir genießen die flowige Abfahrt runter ins Tal und mit Rückenwind werden wir die letzten Kilometer zu unserer Unterkunft getragen. Was für ein unglaublicher Tag! Wir sind sehr stolz auf Kopf und Beine, dass sie so brav mitgemacht haben ☺️

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Salzburger Bilderbuch-Moment
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Taurach-Radweg
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Johanneswasserfall

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Die anspruchsvollste Stelle der gesamten Route kann auch umfahren werden ;-)
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Die Stelle befindet sich unmittelbar nach dem Johanneswasserfall
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Am Weg nach Obertauern

5. Vom Lungau nach Sachsenburg (Kärnten)


 Wir folgen dem Murradweg aus St. Michael im Lungau raus, bis wir rechts abbiegen, um in Richtung Schönfeldpass abzubiegen. Als wir uns heute Morgen mit Locals (oder "Dosigen", wie man in Salzburg sagen würde 😆) unterhalten und wir ihnen erzählen, dass wir auf den Schönfeldsattel fahren werden, nickt man uns freundlich zu. Dass wir uns da in eine traumhafte Landschaft hinaufkurbeln würden, hat man uns allerdings mit keiner Miene verraten!

 

Umso überraschter sind wir dann, als wir für ein kurzes Stück die Asphaltstraße verlassen und auf die Mountainbikestrecke "Schönfeld Route" abbiegen. Der Gebirgsbach "Bundschuh" (ja, der heißt tatsächlich so) fließt hier zwischen Nadelbäumen und grünen Waldboden hindurch. Das Rauschen des glasklaren Baches begleitet uns eine ganze Weile und immer wieder sind wir bei den heißen Temperaturen dazu verleitet, doch mal die Füße hineinzuhalten. 

 

Zurück auf der asphaltierten Passstraße geht es vorbei an dem denkmalgeschützten Hochofen Franzeshütte weiter Richtung Sattel. Links und rechts ragen die bewaldetet Berge in den Himmel und die Landschaft erinnert uns an Kanada. Ganz oben blinzeln sogar noch vereinzelte Schneefelder zu uns runter. Für ein paar Kilometer gibt es keine Häuser, sondern nur Wiesen und Bäume und wir verspüren ein Hauch von Wildnis. Es ist wunderschön!

 

Kurz vor dem höchsten Punkt verlassen wir offiziell das Salzburger Land und erreichen Kärnten. Vom Sattel geht es nun für 20km bergab bis nach Gmünd. Mit 50km/h rauschen wir die wenig frequentierte Straße hinunter und bekommen das Grinsen nicht mehr aus unseren Gesichtern. Nach einem kurzen Eis-Stopp in  dem netten Städtchen Gmünd, geht es nun durch den Ort "Radl" (bitte, wie cool ist dieser Ortsname!?) und weiter auf kleinen Nebenstraßen und Radwegen bis runter zum Drauradweg. Unsere Blicke schweifen zwischen den Gipfeln der Kreuzeck-Gruppe und den Gailtaler Alpen. Wir genießen die herrlichen Weitblicke auf den letzten Kilometern und beenden den Tag in Sachsenburg.

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Pause am Schönfeldsattel
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Am Murradweg
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Einfaches Radeln am Murradweg

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Im schönen Lungau
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Am Schönfeldsattel
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Der coolste Ort Österreichs ;-)

6. Von Sachsenburg nach Heiligenblut


Der Tag beginnt mit dem wunderbaren Drauradweg. Der Abschnitt von Sachsenburg bis kurz vor Lienz ist ein wahres Schmuckstück, umringt von hohen Bergen, grünen Wiesen und hier und da ein kleines Dörfchen. Uns begegnen unzählige Radfahrer, die den Drauradweg flussabwärts radeln. Für uns hingegen geht es flussaufwärts, dafür mit einer ordentlichen Portion Rückenwind! Die 60km vergehen also wie im Fluge, bis wir beim Beginn der Großglockner Hochalpenstraße ankommen. Jetzt geht's los!

 

Es ist Mittagszeit und die Sonne glüht. Heute hat es knapp 35 Grad, zumindest zeigt das unser Fahrradcomputer an. Wir fühlen uns, als würden wir im Backofen radeln und es dauert keine 100 Meter, bis uns der Schweiß von der Stirn läuft. Unter weniger heißen Bedingungen wäre der Anstieg bestimmt nur halb so wild! Wir radeln nur wenige Meter auf der eigentlichen Bundesstraße, denn die meiste Zeit verläuft unsere Route auf kleinen Nebenstraßen. Dort verirrt sich nur selten ein Auto hin und wir haben die Straßen quasi für uns alleine. Damit haben wir bei der Befahrung der Hochalpenstraße irgendwie gar nicht gerechnet. Eine schöne Überraschung!

 

Auf dem Iselsbergpass angekommen, geht es nun in rasanter Geschwindigkeit den Berg hinunter, bis wir den Möllradweg erreichen. Denn auch auf den letzten 26 Kilometern durch den Nationalpark Hohe Tauern brauchen wir nicht auf der Bundesstraße zu fahren, sondern können abwechselnd auf Schotter und Asphalt dem Radweg entlang der Möll folgen. Herrlich! 

 

Die Berge ragen links und rechts in den Himmel, ein Wasserfall jagd den anderen und vor uns blinzeln noch ein paar schneebedeckte Gipfel hervor. Den Großglockner können wir aber noch immer nicht sehen. Es geht vorbei am Jungfernsprung Wasserfall weiter Richtung Heiligenblut. Und nur 2km vor dem Ziel unserer heutigen Etappe ist es soweit - die Spitze des Großglockners ragt vor uns majestätisch gen Himmel. Was für ein Anblick! Schon jetzt haben sich all die Anstrengungen des Tages gelohnt. Wir können es kaum erwarten, morgen ganz hinauf zu fahren!

 

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Die ersten Höhenmeter Richtung Großglockner & Heiligenblut
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Das Schloß Stein im Drautal
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Almhüttenromantik

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Heiligenblut mit Blick auf den Großglockner
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Jungfernsprung
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Am Möllradweg nach Heiligenblut

7. Von Heiligenblut über die Großglockner Hochalpenstraße nach Zell am See


Um 5 Uhr klingelt der Wecker. Heute geht es auf die Großglockner Hochalpenstraße und weil die auch bei Auto- und Motorradfahrern sehr beliebt ist, möchten wir die Ruhe vor dem Sturm genießen. Die Großglockner Hochalpenstraße ist unter Radfahrerinnen legendär - die höchste Passstraße Österreichs will jeder einmal im Leben gefahren sein. Und für mich, Angi, ist es heute endlich so weit! (Reini war schon zwei Mal oben!)

 

Den schönsten Blick auf den Großglockner, Österreichs höchsten Berg, haben wir zu Beginn der Etappe. In weiß gekleidet thront er mächtig in den Himmel. Leider trübt der Saharastaub etwas die Sicht, dafür sind die Temperaturen hier oben auf fast 2000 Meter Seehöhe mehr als perfekt für einen Radtag! Wir radeln von einer Kehre zur nächsten und schrauben uns immer Höher. Fast 30 Kehren müssen wir bezwingen. Die Steigung ist meist recht angenehm, an manchen Stellen müssen wir schon ordentlich in die Pedale treten. Doch es geht vorwärts. Die Aufregung steigt, als wir uns der Kehre Nr. 19 nähern. Dort hat am Vortag eine Followerin, die selbst mit dem Fahrrad hinauf gefahren ist, eine Kleinigkeit für uns unter einer Holzbank versteckt! Wir fühlen uns wie kleine Kinder bei der Ostereiersuche und die Freude, als wir eine Packung Honigwaffeln aus dem Versteck ziehen, ist mindestens genauso groß wie damals! 😍 Was für eine tolle Geste!

 

Beim Wasserbrunnen in Kehre 19 füllen wir noch unsere Wasserflaschen auf und es geht weiter bis zum Hochtor. Damit ist der erste "Gipfel" erreicht! Die Landschaft ist mittlerweile zu großen Teilen von Schnee bedeckt und die Weitblicke sind einfach atemberaubend. Wir sind uns längst einig, dass sich hier rauf jeder Meter mehr als lohnt.

 

Bei der kleinen Abfahrt erspähen wir bereits die berühmt berüchtigte Edelweißspitze! Sie hat sich dank des letzten steilen Kilometers, der noch dazu mit Kopfsteinen gepflastert ist, einen Namen gemacht. Denn dort rauf werden die Beine noch einmal so richtig ausgepresst.  Wir kommen mit einem riesen großen Grinsen im Gesicht oben an der Spitze an und freuen uns enorm über diesen kleinen Meilenstein! Ab jetzt geht es bis Zell am See einfach nur mehr bergab. Eine endlose und wunderschöne Abfahrt, die wir uns nach diesem Anstieg redlich verdient haben.

 

Kurz vor Zell am See springen wir noch in den herrlichen Zeller See. Ein perfektes Ende eines perfekten Tages.

(Und morgen machen wir gleich noch einen Ruhetag in Zell am See)

 

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Zwischen uns der Großglockner - Österreichs höchster Berg!
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Früh Morgens haben wir die Kehren noch für uns alleine
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Die berühmte Großglockner Hochalpenstraße

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Auf der Großglockner Hochalpenstraße am Weg zum Hochtor
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Hochtor! Erster Anstieg geschafft.
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Die letzten Kräfte auf der Edelweißspitze mobilisieren!

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Imposanter Ausblick mit dem etwas versteckten Großglockner hinter uns

8. Von Zell am See über den Paß Thurn nach Fieberbrunn


Nach dem gestrigen Ruhetag sind unsere Beine wieder frisch. Und das ist auch gut so, denn heute geht es über den Pass Thurn nach Tirol! Wir radeln dem Zeller See entlang Richtung Kaprun und biegen dann auf den Tauernradweg ab, der immer entlang der Salzach bis Mittersill führt. Es geht also flußaufwärts und damit stetig leicht bergauf. Wir sind hier von einem herrlichen Bergpanorama umgeben - links von uns die Hohen Tauern und rechts von uns die Pinzgauer Grasberge. Was für schöne Anblicke!

 

In Mittersill lassen wir uns beim Konditor Kaffee und Kuchen schmecken, damit wir gestärkt in den Aufstieg zum Pass Thurn starten. Es geht gleich steil bergauf, doch zum Glück führt die Route so gut wie immer auf ruhigen Nebenstraßen. Denn die Passstraße ist insbesondere am Wochenende eine sehr beliebte Route für Auto- und Motorradfahrer und wir sind froh, die Straße nach einer Kurve wieder verlassen zu können. 

 

Die Nebenstraßen hingegen sind ein einziger Radel-Traum. Und heute auch ein Wander-Traum! Denn ausgerechnet heute findet der Megamarsch statt und es kommen uns unzählige Teilnehmerinnen entgegen. Sie haben 12 Stunden Zeit, eine Strecke von 50km zu wandern. Wir erwischen sie bei Kilometer 30 und der Großteil sieht noch sehr beschwingt und vergnügt aus. Wir feuern alle Teilnehmer an und so vergeht für uns der gesamte Anstieg wie im Flug. Etwas weiter oben kommen wir noch mal weg von Asphalt und fahren auf sehr schönen Schotterwegen bis zur Passhöhe. Reini entdeckt sogar Eierschwammerl am Waldrand! Jetzt ist sein Tag perfekt 😆

 

Oben angekommen, geht es nun 30km bis nach St. Johann in Tirol bergab. Die ersten Minuten müssen wir auf der großen Passstraße fahren, doch nach der zweiten Kurve können wir schon wieder auf Schotter abbiegen. Fernab von allen Autos. Dafür mit unfassbar tollem Blick auf das Kitzbüheler Horn und den mächtigen Wilden Kaiser. Wir rasen an Kitzbühel vorbei und biegen in St. Johann rechts Richtung Fieberbrunn ab. Die Radroute führt etwas erhöht im Tal entlang und auch hier sind die Aussichten auf die umliegenden Berge ein Genuss. Kurz bevor es Abend wird und die Wolken brechen, erreichen wir unsere heutige Unterkunft.

 

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Am Tauernradweg
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Kitzsteinhorn

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Rauf auf den Pass Thurn!
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Mittersill
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Schloss Kaps in Kitzbühel

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Der Wilde Kaiser - ein Traum!

9. Von Fieberbrunn über den Großen Asitz nach Leogang


 Als wir heute morgen aufwachen regnet es und die Berggipfel sind wolkenumhüllt. Also starten wir erst um 10 Uhr, als sich die Wolken etwas zu lichten beginnen. Aus Fieberbrunn raus gefahren, geht es nach nur wenigen Kilometern gleich ordentlich zur Sache und uns wird klar: Heute wird´s steil! Für den Anstieg zum Großen Asitz folgen wir durchgehend einem Forstweg, der zwar ausgezeichnet zu befahren ist, aber teilweise sehr steil wird. Gleichzeitig führt der Forstweg aber durch eine traumhafte Landschaft, die wir dank des dichten Nebels immer nur in kleinen Portionen zu Gesicht bekommen. Aber das macht die ganze Stimmung noch magischer und wir sind sehr dankbar, bei diesem Wetter hier zu sein. Strahlender Sonnenschein und brütende Hitze würden die Sache nämlich deutlich erschweren! 

 

Wir kurbeln uns immer weiter rauf, bis wir irgendwann den dicht gewachsenen Wald verlassen und die weidenden Kühen auf den Almen erreichen. Außerdem begegnen uns immer wieder Downhiller, die hier in der Region Saalbach-Hinterklemm-Leogang ein kleines Trail-Paradies vorfinden. Wir passieren das Spielberghaus und kurz vor dem Gipfel noch die Seidl Alm, ehe wir am Gipfelkreuz des Großen Asitz stehen. Geschafft!! Ab jetzt geht es bis Leogang nur mehr bergab...oder!?

 

Am Gipfel zieht der Nebel wieder ein und wir können das angeblich mächtige Panorama der Leoganger Steinberge leider nicht sehen. Also geht´s wieder runter und wir können die Reifen so richtig rollen lassen. Bis...Naja, bis es doch wieder bergauf geht und die Steigung wieder ordentlich zunimmt. Da haben wir uns das Höhenprofil wohl doch nicht genau genug angesehen. Doch je weiter wir Richtung Talschluss Schwarzleo kommen, desto mehr verstehen wir, dass sich die Anstrengungen tatsächlich sehr gelohnt haben. Hier reißt die Wolkendecke ein bisschen auf uns wir erhalten einen traumhaften Blick auf die gegenüberliegenden Berge. Wie mächtig sie aussehen! Von hier aus geht es tatsächlich nur mehr bergab bis Leogang, wo wir heute übernachten. Was für ein intensiver und schöner Tag das war!

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Es geht Richtung Großen Asitz!
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Morgenstimmung nach einer regnerischen Nacht
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Lohnende Ausblicke

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Steiler, aber traumhafter Anstieg zum Großen Asitz
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Leoganger Steinberge
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Am Gipfel vom Großen Asitz!

10. Von Leogang nach Unken


Es hätte heute der letzte Tag der "Harten" Graveltour rund ums Salzburger Land sein können. Denn die Stadt Salzburg ist gefühlt nur mehr einen Steinwurf von hier entfernt. Weil wir aber noch nicht wollen, dass es vorbei ist, haben wir heute eine ganz entspannte Etappe eingelegt (und kommen somit erst morgen wieder zuhause an) 🥰.

 

Auf dieser Etappe fahren wir ausschließlich auf Radwegen. Unten im Tal ist man umringt von hohen Gipfeln. Wir können die Leoganger Steinberge bewundern, ebenso wie das Steinerne Meer und die Loferer Steinberge. Egal wohin wir schauen, überall thronen die mächtigen Felsen. Wir kommen kaum vorwärts, weil uns das Staunen immer wieder dazwischen kommt. Der einzige Wermutstropfen ist heute die Bundesstraße, die auf Grund des schmalen Tals zwar nur selten zu sehen, aber doch stets zu hören ist. Würde man keine Autos hören, könnte man bei dem wunderbar angelegten Tauernradweg meinen, man wäre fernab der Zivilisation!

 

Wir folgen dem glasklaren Wasser der Saalach bis Lofer. Es gibt quasi keine Höhenmeter zu überwinden und die meiste Zeit rollen die Räder von selbst bergab. Mehr Entspannung geht nicht. Wir kommen nach nicht mal 3 Stunden im Sattel in Unken, unserem heutigen Ziel, an und genießen die Nachmittagssonne im Schwimmteich unserer Unterkunft. Ein echter Urlaubsmoment.

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Blick auf das Steinerne Meer
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Am Weg nach Unken
Salzburger Land; Gravelbiken; Bikepacking; Die Harte Gravelroute;
Tauernradweg

Salzburger Land; Gravelbiken; Bikepacking; Die Harte Gravelroute;
Kurze Pause und den Ausblick genießen
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Entspannt die Berge von unten bestaunen
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Am Tauernradweg

11. Von Unken über den Aschausattel zurück in die Stadt Salzburg

  • Strecke:  52 Kilometer, 500↑ 620↓ Höhenmeter 
  • Untergrund: 55% Asphalt
  • Diese Etappe auf Komoot ansehen
  • Originale GPX-Daten downloaden

Der letzte Tag bricht an! Wir haben strahlenden Sonnenschein und wir sind höchst motiviert für die heutige Etappe. Schließlich kennen wir die Route schon ganz gut uns wissen genau, was uns (wunderbares) erwartet. Die Route führt nämlich über den Aschausattel - ein starker Anstieg, der mit einem imposanten Bergpanorama belohnt wird. Oben angekommen, werfen wir einen Blick zurück, um die Loferer Steinberge in ihrer vollen Pracht zu bewundern. Zusätzlich erwartet uns ein Freund oben am höchsten Punkt, um uns am Weg nachhause zu begleiten. Also sind wir von nun an zu dritt unterwegs!

 

Die Abfahrt wird dann zum absoluten Genuss. Feinste Schotterwege führen oberhalb der Aschauklamm mitten durch die Natur. Wir fahren durch die zwei Steintunnel, die dem Höhenweg seinen unverkennbaren Charakter verleihen. Immer wieder müssen wir anhalten, um die bewaldeten Bergflanken um uns rum zu bestaunen. Herrliche Ausblicke!

 

Im Tal angekommen, erreichen wir die glasklare Saalach und folgen ihr flussabwärts. Vorbei an dem schönen Städtchen Bad Reichenhall in Bayern, kommen wir dem Startpunkt unserer 12-tägigen Tour in großen Schritten näher. Wir sehen bereits den Untersberg und den Gaisberg, die zwei wichtigsten Hausberge der Salzburger. Gleich kommen wir an!

 

Zum Abschluss fahren wir die Hellbrunner Alle Richtung Stadtzentrum. Die großen Bäume entlang der Allee bilden unsere Zieleinfahrt und der Jubel in uns wird unüberhörbar laut: Wir haben es geschafft!! 🥳 Nach 660km und 12.500 Höhenmeter sind wir wieder in der Stadt Salzburg angekommen. Was für ein wilder und wunderbarer Ritt!! 😍🚲

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Enspurt mit Verstärkung von Zuhause :-)
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Die glasklare Saalach
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Der Blick vom Aschausattel

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Aschausattel = Liebelings-Gravelstrecke
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Kurz vor Salzburg Stadt der Blick auf "unseren" Untersberg
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Zurück zuhause! Salzburg Stadt


PRAKTISCHE INFOS FÜR´S BIKEPACKING IM SALZBURGER LAND

Wenn du nun Lust bekommen hast, das Salzburger Land mit dem Gravelbike zu erkunden, gibt es hier noch ein paar weitere, praktische Informationen für deine Reiseplanung!

An- und Abreise mit Öffis

Bahn

Salzburg ist international sehr gut angebunden. Wusstest du, dass Salzburg direkt an der Grenze zu Deutschland liegt und du mit den Tickets der Deutschen Bahn (zb. mit dem Bayern-Ticket oder dem 49€ Ticket) bis nach Salzburg fahren kannst? Ganz schön praktisch, schließlich startet die Gravelroute direkt am Hauptbahnhof Salzburg.

Innerhalb Österreichs kannst du in Nahverkehrszügen/S-Bahnen die Fahrräder unkompliziert und ohne Reservierung (aber mit Fahrrad-Ticket) mitnehmen. In Railjets gibt es nur wenige Fahrradstellplätze und eine vorzeitige Reservierung ist empfehlenswert. Mehr Infos zur Fahrradmitnahme bei der ÖBB findest du hier.

Bus

Der Flixbus hält auch in Salzburg und mit etwas Glück ergatterst du eine Verbindung mit Fahrradträger. Rechtzeitig buchen ist notwendig!

Auto

Wer das Auto in der Stadt Salzburg mehrere Tage parken möchte, hat beim Flughafen oder bei P+R die Möglichkeit dazu. 

Unterkünfte

Entlang der Strecke der "Harten" Gravelroute gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Übernachtungen, wodurch du dir die Etappen ganz beliebig einteilen kannst. 

Während der Hauptsaison ist eine Buchung vorab sehr zu empfehlen. Generell gibt es im SalzburgerLand Unterkünfte in allen Preiskategorien - vom Campingplatz bis hin zum Bio-Luxushotel wird alles geboten. Werfe unbedingt einen Blick auf die Bike-Hotels in Salzburg. Diese Betriebe sind auf Fahrradtouristen spezialisiert und bieten die perfekte Infrastruktur für dich und dein Fahrrad. Wer gerne kostengünstig, aber ohne Zelt unterkommen möchte, dem empfehlen wir, bei Campingplätzen nach etwaigen Miet-Hütten zu fragen! 

Orientierung & Navigation

NAVIGATION

Sowohl die "Harte" als auch die "Zarte" Graveltour sind vor Ort NICHT ausgeschildert. Wer die Route in Angriff nehmen möchte, braucht also zwingend die GPX-Daten auf dem Smartphone oder auf dem Fahrradcomputer. Hier kannst du dir die originalen GPX-Daten downloaden.

 

EINSCHRÄNKUNGEN FÜR RADFAHRER

Wie bereits einleitend erwähnt, sind Forststraßen in Österreich grundsätzlich für Fahrradfahrer gesperrt. Ausgenommen sind jene Forststraßen, bei denen vor Ort mittels Hinweisschild diese Einschränkung aufgehoben wird. Wir raten daher davon ab, in Österreich ein Gravel-Abenteuer ohne vorgefertigter Route zu starten, da nicht alle Verbote in den Planungsapps bekannt sind. Und wer trotz Verbot mit dem Rad auf diesen Wegen unterwegs ist, trägt rein gar nichts zur Verbesserung der Situation bei. 

Mit den GPX-Daten der "Harten" und der "Zarten" Graveltour kannst du sicher sein, dass du auf legalen Wegen unterwegs bist und kannst ein frustfreies Abenteuer genießen ;-)

 

Weiterführende Informationen

Hie noch einmal die wichtigsten Links für weitere Informationen:


💡Hast du Tipps für´s Salzburger Land?

Warst du schon mal in Salzburg Gravelbiken? Teile deine Tipps und Erfahrungen gerne in den Kommentaren! 

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