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Pommes, Natur & Bierkultur – Radfahren in Flandern

Flandern, der Norden Belgiens, hat für Radfahrer eine magnetische Wirkung. Denn hier ist nicht nur das Fahrradfahren tief in der Kultur der Flamen verankert, sondern die Region lockt auch mit einem schier unendlichen Radrouten-Netzwerk, das keine Wünsche offen lässt. Wir haben uns vier Routen ausgesucht, die an familiär geführten Brauereien in roten Backsteinhäusern, an historischen Städten, gemütlichen Cafés und an kleinen Naturschutzgebiete mit vielen Seen, Teichen und Sümpfen vorbeiführen. Die ideale Fahrrad-Etappen für ein verlängertes Bikepacking-Wochenende, bei dem man Bewegung mit Genuss und Kultur verbinden möchte!

Flandern; Radfahren; Tourenplanung

 

Werbung: Unsere Reise fand in Zusammenarbeit mit der Tourismusregion Visit Flanders statt.

 

WAS HAT FLANDERN ZU BIETEN?

Im Norden Belgiens lässt es sich vorzüglich Radfahren! Wir erklären dir, warum:

 

1. Fahrradkultur:

Die Region hat eine lange Tradition im Radsport und das Radfahren ist fest in der Lebensweise der Flamen verankert. Ob Freizeitfahrer oder ambitionierter Sportler, jeder findet hier ideale Bedingungen vor. Wer als Besucher entlang der Kanäle radelt, wird Zeuge der tief verwurzelten Fahrradkultur: Radsportler jeden Alters kommen hier zusammen, um ihre Trainingsrunden zu drehen. Die Begeisterung für den Radsport ist dermaßen ansteckend, dass die eigenen Kilometer zur nächsten Pommes-Boutique fast unbemerkt verfliegen werden!

2. Fahrradrouten

Ein besonderes Highlight für Radfahrer in Flandern ist das innovative Knotenpunktsystem. Wenn sich zwei Radrouten kreuzen spricht man von einem Knotenpunkt, wodurch sich unendliche, beliebige Fahrradrouten durch die gesamte Region planen lassen. Vor Ort sind diese Knotenpunkte und Radrouten perfekt ausgeschildert! Mehr zum Thema Radrouten, Navigation & Orientierung findest du weiter unten.

3. Kunststädte:

Flandern ist reich an kulturellen Schätzen und die Kunststädte der Region sind ein absolutes Muss für jeden Besucher. Städte wie Leuven (dt. Löwen) und Mechelen begeistern mit ihrem historischen Charme und dank der vielen Radwege lassen sie sich hervorragend auf dem Fahrrad erkunden. Du kannst durch die engen Gassen radeln, an malerischen Kanälen entlangfahren und die vielen Sehenswürdigkeiten in deinem eigenen Tempo genießen. 

4. Bier & Pommes:

Kein Besuch in Flandern wäre komplett ohne die kulinarischen Highlights der Region zu probieren. Belgien ist weltweit bekannt für seine exzellente Bierkultur, die seit 2016 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Und natürlich dürfen die belgischen Pommes nicht fehlen. Die knusprigen, goldbraunen Fritten werden traditionell in kleinen Pommes-Boutiquen serviert und sind nach einer Radtour ein echter Genuss. 

 

Am Ende steht die Vermutung im Raum, dass eine Radtour wohl die authentischste Reiseart ist, Flandern besser kennenzulernen! Und das nicht nur, weil Radfahren Teil der flämischen Kultur ist, sondern auch, weil nach etwas Bewegung die duftenden belgischen Pommes und das lokal gebraute Bier in den verwinkelten Altstadtgassen noch besser schmecken 😉 

 

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Löwen / Leuven
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Radrouten-Netzwerk in Flandern


VON STADT ZU STÄDTCHEN - VIER ETAPPEN IN FLANDERN

Von Brüssel nach Leuven und weiter nach Mechelen - Wir sind diese vier Etappen in 3 Tagen gefahren und hatten nebenbei noch ausreichend Zeit für Sightseeing, Bierverkostung und Cafe trinken. Gemütliches Bikepacking!

1. Von Brüssel nach Leuven auf der Kunststädteroute

  • Strecke: 38 Kilometer, 220 Höhenmeter 
  •  Kunststädteroute | Ikonen Radwege (radfahreninflandern.com)
  • Untergrund: vorwiegend Asphalt
  • GPX Daten: Diese Etappe auf Komoot ansehen

 Wir starten den Tag am Großen Markt von Brüssel. Imposanter könnte man eine Radtour eigentlich nicht starten, denn die zum UNESCO Weltkulturerbe zählenden Gebäude ringsum den Platz sind mit ihren prunkvoll verzierten Fassaden bereits das erste große Highlight dieser Tour. Und weil wir das erste Mal mit dem Rad durch Brüssel fahren, sind wir am Weg raus aus der Stadt auch gleich zum "Europaviertel" abgebogen, um die Gebäude des Europäischen Parlaments, des Europäischen Rates und der Europäischen  Kommission zu bestaunen. 

 

Brüssel ist eine sehr fahrradfreundliche Stadt und der Weg raus Richtung Osten ist durchgehend auf Fahrradwegen möglich. Eine Verkehrsplanung ganz nach unserem Geschmack! Kaum haben wir Brüssel verlassen, befinden wir uns zwischen Natur und ruhigen Wohngebieten. Der Tervuren Park ist mit seinen weitläufigen Teichen, dichtem Grün und mächtigen Bäume unser persönliches Natur-Highlight dieser Etappe. Wir beobachten Reiher, Enten und Küken und lauschen dem Vogelgezwitscher. Wer möchte, kann hier das Afrika-Museum besuchen, das uns schon mehrfach empfohlen wurde. 

 

Nach dem Park folgt der einzige  Anstieg des Tages, den wir auch fast als solches wahrgenommen haben, nur um dann quasi bis nach Leuven runterzurollen. Herrlich! Leuven ist ein sehr hübsches Städtchen mit alten Backsteinhäusern und ist neben den prunkvollen Gebäuden des Oude Marktes vor allem als Hauptstadt des Biers bekannt. Wo also mit einem Glas anstoßen, wenn nicht in Leuven! 🍻

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Bikepacking in Flandern
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Radwege in Brüssel
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Der Große Markt in Brüssel

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Oude Markt in Leuven
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Tervuren Park
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Tervuren Park

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Einsame Feldwege zwischen den Städten Flanderns
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Pommes an jeder Ecke!
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Das imposante Rathaus von Leuven


2. Radfahren rund um Leuven: "Horstroute"


Für den Nachmittag fahre ich (Reini) noch mal eine Runde raus aus Leuven und rauf auf die Hügel des Hageland! Angi plagt eine Erkältung und sie beschließt daher, den Nachmittag in Löwen zu genießen. 

 

Aus der schönen Universitätsstadt Leuven (dt. Löwen) raus, folge ich der „Horstroute“. Sie ist eine von vielen „Flanders Finest Radwege, die sich insbesondere an Besucher richten, die gerne einen aktiven Ausflug in ihr Tagesprogramm integrieren möchten. So lässt sich Sightseeing und Radfahren wunderbar kombinieren. 

 

Gleich zu Beginn fahre ich am Klostergut Vlierbeek vorbei. Es geht über kleine Feldwege auf die Hügel des Hageland, vorbei an Pferdekoppeln, bunten Blumenwiesen und Obstbäumen. Ich genieße die weite Aussicht auf die  Natur, die ich auf dieser Route fernab von Straßenverkehr ganz für mich alleine habe. Immer wieder passiere ich gemütliche, rote Backsteinhöfe mit großen Toren und Sprossenfenstern. Genauso habe ich mir Flandern vorgestellt!

 

Namensgeber der „Horstroute“ ist vermutlich das Wasserschloss Horst, das man auf dieser Route nicht übersehen kann. Ich habe leider etwas Pech, denn das Schloss wird gerade renoviert und ist komplett von Baugerüsten umhüllt. Schade, denn das von Wasser umgebene Anwesen soll ein echter Hingucker sein!

 

Kurz bevor ich wieder in Leuven ankomme, fahre ich noch an der Stella Artois Brauerei vorbei! Was für ein riesiges Areal - wie viele Liter Bier hier wohl produziert werden können? Immerhin ist Stella Artois Teil des Weltweit größten Brauereikonzerns und gilt als das „meistverkaufte belgische Premium-Lager der Welt“. So klein kann die hier produzierte Menge also nicht sein 😉

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Genuss-Tour!
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Im Frühling blühen die Wiesen
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Pferdekoppeln gehören in Flandern zum Landschaftsbild!

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Kurze Gravel-Abschnitte bringen Abwechslung
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Der markante, rote Backstein
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Kein Pflasterstein für Radfahrer ;-)

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Das schöne Städtchen Leuven!
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Schiffsfahrt auf dem Dijle Kanal in Leuven
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Die Stella Artois Brauerei


3. Von Löwen nach Mechelen entlang der Kunststädteroute

  • Strecke: 39 Kilometer, 70↑/80↓ Höhenmeter 
  •  Kunststädteroute | Ikonen Radwege
  • Untergrund: fast ausschließlich Asphalt
  • GPX Daten: Diese Etappe auf Komoot ansehen

Das Ziel des heutigen Tages: So viel Genuß, wie möglich! Sowohl auf als auch abseits des Fahrrads. Also beginnen wir den Tag bei frisch gebrühtem Kaffee in einer der gemütlichen Röstereien mitten im historischen Kern Leuvens. Zum Glück scheint die Sonne und der blaue Himmel lockt uns auf die Räder, sonst wären wir hier vermutlich nicht mehr so schnell weggekommen!

 

Raus aus der Stadt geht es wieder vorbei an der Brauerei Stella Artois, bis wir den Kanal Leuven-Dijle erreichen. Und da merken wir es heute zum ersten Mal: Wir haben enormen Rückenwind! Na, wenn das für unser heutiges Motto nicht wie gerufen kommt! Es geht Flussabwärts und damit immer leicht bergab gen Mechelen auf der perfekt ausgeschilderten „Kunststädteroute“, die in ihrer Gänze die Kunststädte Brüssel, Leuven, Mechelen, Antwerpen, Gent und Brügge verbindet. Obwohl wir an einem Wochentag unterwegs sind, begegnen wir auf dieser Strecke unzähligen Radsportlern. Für uns ein klares Zeichen für den hohen Stellenwert des Fahrrads in Belgien! 

 

Zuerst folgen wir dem Kanal, dann geht es vorbei an Pferdekoppeln, blühenden Mohnfeldern und an der kleinen Familien-Brauerei „Hof ten Dormaal“. Sie hat heute leider geschlossen, aber es könnte sich hier vielleicht um die ökologischste Brauerei der Welt handeln! Denn hier baut die Familie Janssens auf sechs Hektar Gerste, Weizen, Hafer und Dinkel sowie eigenen Hopfen an und füttert den Treber dem hofeigenen Vieh. Die perfekte Kreislaufwirtschaft!

 

Wir erreichen den Fluss Dijle. Er windet sich durch die Idylle und der Radweg folgt den schlangenförmigen Flusslinien. Hier lässt es sich mehr als sorgenfrei Radeln! Immer wieder entdecken wir große Betonbunker aus dem zweiten Weltkrieg, die 1939 als Hauptverteidigungslinie gegen eine Deutsche Panzerinvasion errichtet wurden. 

 

Und während wir uns eigentlich noch mitten in der Natur wähnen, radeln wir um die nächsten Kurve und befinden uns von einer Sekunde auf die andere mitten in Mechelen! Die Stadt hat uns mit ihrem gemütlichen Charme sofort um den Finger gewickelt. Überall gibt es kleine Concept-Stores und gemütliche Gastro-Betriebe, die nur so danach rufen, sich durch das Menü zu kosten. Kaum halten wir am Großen Markt, werden wir auch schon von einem Belgier angesprochen, der uns nicht nur die besten Lokale der Stadt empfiehlt, sondern uns auch zwei historisch interessante Geschichten über seine Stadt erzählt: 

1. Der erste dauerhafte Postweg führte ab 1490 von Mechelen nach Innsbruck!

2. Die erste Eisenbahn auf Europäischem Festland fuhr von Mechelen nach Brüssel!

 

Wir sind begeistert und machen uns auf dem Weg zum „Fischmarkt“, wo wir nun belgisches Bier verkosten werden. Unser Plan für den Tag ist uns also voll aufgegangen! Genuß pur!

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Radwege entlang der Kanäle
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Gemütlichkeit in den verwinkelten Altstadtgässchen von Leuven
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An den Kanälen trifft man unzählige Radsportler!

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Flandern aus dem Bilderbuch
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Kein Tag ohne Pferde!
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Flussradwege in Flandern

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Das schöne Städtchen Mechelen
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Ur-Gemütlich!
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Bierverkostung muss sein!


4. Radfahren rund um Mechelen: Tour Mechelen-Boom


Der letzte Tag in Flandern bricht an! Viel zu schade, denn am liebsten würden wir noch nach Antwerpen, nach Gent, nach Brügge und überhaupt überall hin radeln. Wir fühlen uns zwischen den alten Backsteinhäusern, den grünen Ruheoasen und den vielen anderen Radsportlern nämlich pudelwohl und könnten es in Flandern definitiv noch länger aushalten. 

 

Die heutige Tour ist aber ein gebührender Abschluss, denn sie vereint alles, was wir nun mit Radfahren in Flandern verbinden: Perfekte Fahrradwege durch kleine Naturschutzgebiete, rote Backsteinhäuschen, historische Brauereien, urige Kneipen und natürlich die Schifffahrt entlang der Kanäle. Gleich zu Beginn der Tour warten zwei Highlights auf uns: Die Brauereien Anker und Batteliek. Anker produziert das Traditionsbier „Gouden Carolus“, das wir am Vorabend bereits probiert und für sehr gut befunden haben! Aber was uns richtig von den Socken gehauen hat, ist die Mikro-Brauerei Batteliek, die im Übrigen auch Limonade und Gin produziert. Das Gebäude ist eine ehemalige Kirche und als wir den Raum betreten, ist es schon um uns geschehen. Wo einst der Altar stand, dampfen heute die Braukessel und wo man die Orgelpfeifen vermutet hätte, wird heute feinster Gin destilliert. Zwischen den bunten Kirchenfenstern ziert moderne Kunst die Wände und wir kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. Hier wurde mit viel Gefühl für Ästhetik mit Gegensätzen gespielt, bis eine urgemütliche Brauerei/Gaststätte entstand, die man so schnell nicht mehr verlassen möchte!

 

Mit enormen Rückenwind radeln wir am Fluss Zenne entlang, der das wunderschöne, naturbelassene Gebiet Zennegat durchquert. Für 27 km/h müssen wir kaum treten - das macht Spaß! In Boom angekommen, setzen wir mit der Fähre nach Klein Willebroek über und merken erst dann, dass wir gerade ganz knapp am Festivalgelände des legendären Tomorrowland-Festival vorbeigefahren sind! 😃 Auf der anderen Seite des Flusses geht es direkt in das idyllische Naturschutzgebiet Blaasveldbroek. Hier gibt es zahlreiche Seen, Teiche und Sümpfe, die Heimat für Vögel, Frösche und Seerosen sind. Über gut befahrbare Gravel-Abschnitte geht es durch das dichte Grün und immer wieder laden gemütliche Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. 

 

Wir fahren weiter, stets auf Radwegen oder kleinen Nebenstraßen mit besonders wenig Verkehr. In den ländlich geprägten Vororten Mechelens bestaunen wir die renovierten Backstein-Höfe, die so viel Gemütlichkeit ausstrahlen. Vorbei an einem kleinen, botanischen Garten geht es zurück auf den Leuven-Dijle Kanal. Wer abkürzen möchte, kann hier direkt nach Mechelen zurück fahren. Wir legen noch eine kleine Schleife entlang des Kanals ein und genießen ein paar schnelle Kilometer zusammen mit vielen anderen Radsportlern. 

 

Zurück in der Stadt endet die Tour wieder vor der Brauerei Anker. Ideal, um sich hier mit einem guten Getränk und einer Stärkung in historischem Ambiente zu belohnen!

 

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Das gemütlichste Cafe Flanderns?
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Batteliek - Eine Brauerei in einer ehemaligen Kirche
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Die Mikro-Brauerei Batteliek von innen. Unser Highlight!

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Im Land der Fahrräder lässt es sich tatsächlich grandios bikepacken!
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Die berühmten Fahrradbrücken Flanderns
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Radfahren in Flandern in einem Bild zusammengefasst!

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Kurze (kostenlose) Schifffahrt in Boom!
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Weitsichten am Flussufer
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Seerosen-Paradies Blaasveldbroek


PRAKTISCHE INFOS FÜR RADTOUREN IN FLANDERN

Wenn du nun Lust bekommen hast, den Norden Belgiens mit dem Fahrrad zu erkunden, gibt es hier noch ein paar weitere, praktische Informationen für deine Reiseplanung!

An- und Abreise mit Öffis

Bahn

Um Flandern mit dem Fahrrad zu erkunden, bietet sich Brüssel als Ausgangspunkt an. Die international sehr gut angebundene Stadt erreicht man von allen umliegenden (Haupt-)Städten, wie Paris, London, Amsterdam oder Köln mit der Bahn. Die Fahrradmitnahme ist allerdings, wie immer, in jedem Zug anders geregelt und kann durchaus herausfordernd bis unmöglich sein. Erkundige dich daher ganz genau, welche Regelungen in dem jeweiligen Zug gelten!

Nachtzug

Wir sind von Salzburg nach Brüssel mit dem ÖBB Nightjet gefahren. Der Nachtzug startet in Wien und hält auch in St. Pölten, Linz, Rosenheim und München. Um die Fahrräder in diesem Nachtzug mitnehmen zu können, haben wir die Räder in unsere Fahrradtaschen gepackt und uns ein ganzes 6er-Abteil gebucht. Das haben wir mittlerweile schon öfter probiert und wie das genau klappt, zeigen wir dir in diesem Video

Bus

Auch der Flixbus ist eine Option, denn auf manchen Strecken haben die Busse einen Fahrradträger montiert. Wir haben das auf der Strecke Lille (Frankreich) - Brüssel getestet und es hat reibungslos funktioniert. Früh buchen lohnt sich, denn die wenigen Fahrradplätze sind schnell ausgebucht.  

Bahn in Belgien

Das Fahrrad in Belgischen Inlandszügen mitzunehmen ist möglich, allerdings ist es nicht einheitlich geregelt. Deswegen lohnt es sich, unter https://bikeontrain.belgiantrain.be/de/  deine Verbindung einzugeben, um zu erfahren, ob dein Zug für die Fahrradmitnahme geeignet ist oder nicht. Außerdem wird dir hier genau aufgeschlüsselt, welche Bedingungen dich bei welcher Verbindung erwarten. 

In Fernverkehrszügen nach Deutschland ist die Fahrradmitnahme in zusammengebauten Zustand laut unseren Recherchen leider nicht möglich (Stand Juni 2024). 

Unterkünfte

In Flandern findet man eine Vielzahl an Unterkünften in schick renovierten Backsteinhäusern. Wir haben dafür die gängigen Online-Plattformen wie booking oder AirBnB genutzt. Eine gute Übersicht über fahrradfreundliche Unterkünfte (inkl.) Campingplätzen entlang der Radwege findest du in diesem Routenplaner.  Wer gerne Low-Budget unterwegs sein möchte, aber die Campingausstattung lieber zuhause lässt, dem empfehlen wir, bei Campingplätzen nach etwaigen Miet-Hütten zu fragen! 

Orientierung & Navigation

MEHRTAGESTOUREN - BIKEPACKING

Flandern bietet neben den hier vorgestellten Routen natürlich zahlreiche weitere Optionen für´s Bikepacking. Den besten Überblick verschafft man sich auf https://www.radfahreninflandern.com/. Hier werden die 9 Ikonen Radwege vorgestellt, die sich durch ganz Flandern ziehen. Einfach die GPX-Daten deiner gewählten Route downloaden und auf dein GPX-Gerät laden. Schon kann es los gehen!

 

Wer lieber eine eigene Route zusammenstellen und dabei auf das ausgiebige Radnetzwerk in Flandern zurückgreifen möchte, der kann das innovative Knotenpunktsystem nutzen. Immer, wenn sich zwei Radwege kreuzen, entsteht ein Knotenpunkt. Mit der App "NodeMapp" oder auf der Webseite https://www.nodemapp.com/de/radfahren/knotenpunkte/routenplaner erhält man eine Karte mit allen Knotenpunkten, die sich dann je nach Belieben zu einer neuen Radroute miteinander verbinden lassen.

 

TAGESTOUREN

 Wer zum Beispiel mit dem Wohnmobil unterwegs ist und lieber kurze Tagesausflüge mit dem Fahrrad in Flandern unternehmen möchte, dem empfehlen wir, einen Blick auf "Flanders' Finest Radwege" zu werfen. Hier werden zahlreiche Rundfahrten vorgestellt, die man gemütlich an einem halben Tag abfahren kann. Sie führen je nach gewählten Thema zu kulturellen, kulinarischen oder besonderen Brauerei-Highlights! 

 

BESCHILDERUNG

Das Knotenpunktsystem ist in Flandern sehr gut ausgeschildert. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, lädt sich den GPX-Track auf´s Handy oder auf ein Fahrrad-Navi. Wir finden die Kombination aus Beschilderung und GPX-Track immer am angenehmsten, weil sie sich unterwegs wunderbar ergänzen und man keine Abzweigungen mehr verpassen kann. 

Weiterführende Informationen

Hie noch einmal die wichtigsten Links, damit deiner Radtour in Flandern nichts mehr im Wege steht:

Links zu unseren ganz persönlichen Geheimtipps (die du auf keinen Fall verpassen solltest):


💡Hast du Tipps für Flandern?

Warst du schon mal in Flandern Radfahren und hast auch besonders schöne Ecken entdeckt? Teile deine Tipps und Erfahrungen gerne in den Kommentaren! 

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