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Mit dem Fahrrad ans Nordkap – WELCHE ROUTE?

Einmal mit dem Fahrrad ans Nordkap fahren. Ein Traum vieler Radfahrer! Bei dem Gedanken an diese Tour schwingt etwas Mystisches, etwas Karges, Einsames und Wildes mit. Den nördlichsten Punkt Europas mit dem Fahrrad zu erreichen weckt den Traum, die eigenen Grenzen auszuloten, den Stürmen Skandinaviens zu trotzen und seinen inneren Schweinehund den Kampf anzusagen. Frei sein, die Natur zu spüren, unterm Sternenhimmel zu schlafen und morgens mit Blick auf die gewaltigen Fjorde vor dem Zelt heißen Kaffee zu schlürfen. All das und noch viel, viel mehr verspricht eine Radreise durch Skandinavien ans Nordkap. Aber welche Route soll man nur wählen? 

Mit dem Fahrrad ans Nordkap Route Planung
Fahrradroute ans Nordkap durch Norwegen Finnland Schweden
Mit dem Fahrrad ans Nordkap - Route durch Norwegen oder Finnland

Norwegen, Schweden oder Finnland?

Ein Blick auf die Landkarte verrät, dass die Route ans Nordkap entweder durch Norwegen, Schweden oder Finnland führen kann. Bei der Routenplanung sollte dir der Unterschied dieser skandinavischen Länder bewusst sein. Während Norwegen für seine Berglandschaften, Fjorde und Bergseen bekannt ist, erwarten dich in Finnland und auch in einem großen Teil Schwedens vorwiegend Wälder und unendlich viele, wunderschöne Gewässer. Unsere Radreise führte uns am Hinweg zum Nordkap durch Norwegen, auf der Rückfahrt durchquerten wir Finnland von Nord nach Süd. Aber welche Route soll man nun wählen? Wie sieht es mit den Jahreszeiten aus, wie stark ist der Straßenverkehr und wie nervig sind eigentlich die Mücken?

 

Übrigens: Eine genaue Auflistung unserer Ausrüstung für diese Tour findest du hier!

1. Die Route durch Finnland

Finnland Route Fahrrad Iron Curtain Trail Nordkap
Fahrradroute durch Finnland ans Nordkap

Die Route durch Finnland ist komplett konträr zu der Route in Norwegen. Finnlands Fläche besteht zu einem großen Teil aus Wald und Seen. Einmal in Google Maps auf Finnland gezoomt, kommen die unzähligen Gewässer deutlich zum Vorschein. Während Finnland bei vielen als flaches Land bekannt ist, misst der höchste Berg immerhin stolze 1317 Meter! Flach ist Finnland also bei weitem nicht, schon gar nicht entlang der Russischen Grenze, also im östlichen Teil des Landes. Auch wenn man nicht ganz so viele Höhenmeter wie in Norwegen zu überwinden hat, sammeln sich dank vieler kleiner Hügeln (die durchaus mal steil werden können!) etliche Höhenmeter an.

Auf unserer Route durch Finnland trafen wir immer wieder auf den Iron Curtain Trail (EuroVelo 13). Der Iron Curtain Trail (EV13) ist mit knapp 10.000km einer der längsten Europäischen Fernradwege und führt von der Barentsee (im Norden Norwegens) entlang des ehemaligen Eisernen Vorhanges bis zum Schwarzen Meer. In Finnland führt der Fernradweg durch sehr, sehr (wirklich sehr) abgelegene Gebiete entlang der russischen Grenze. Wir hatten oft das Gefühl, seit Tagen keine Menschen mehr gesehen zu haben. Manchmal hielten wir es für wahrscheinlicher, einem Bären über den Weg zu fahren als einer Person. Diese Einsamkeit bringt auch gähnend leere Straßen mit sich – der Traum eines jeden Radfahrers! Uns hat die Route trotzdem hier und da auf große Hauptstraßen gebracht. Das lag aber wohl daran, dass wir dem Iron Curtain Trail nicht strickt folgten und aufgrund des nahenden Winters manchmal eine starkbefahrene Abkürzung einem einsamen Umweg bevorzugten, um schneller in Helsinki anzukommen. Markierungen des EV13 haben wir übrigens äußerst selten gesehen, es lohnt sich also, die GPX Daten des Iron Curtain Trails dabeizuhaben. 

 

1.1. Camping in Finnland: Laavu & Kota

Was uns in Finnland besonders gut gefiel, waren die kleinen, öffentlich zugänglichen Shelter! In Finnland werden sie Laavu und Kota genannt. Ein Laavu ist ein kleines Holzshelter, das zu einer Seite offen ist. Man kann darin aber sehr bequem und gut geschützt übernachten. Kotas hingegen sind rundum geschlossen und haben eine Feuerstelle in der Mitte des Raums. Besonders bei kalten Temperaturen oder bei Regenwetter eine himmlische Nächtigungsmöglichkeit. Das Netz dieser Shelter ist in Finnland dermaßen gut ausgebaut, dass wir beinahe jede Nacht in einem Laavu oder in einer Kota verbringen konnten. Während unserer Reisezeit (Herbst), fanden wir immer einsame Shelter mit ausreichend Feuerholz vor. Unglaublich, wie gut dieses Netz gepflegt und gewartet wird und dann jedem kostenlos zur Verfügung gestellt wird!

Diese Shelter sind vorwiegend für Wanderer gebaut und stehen dementsprechend oft an für Radfahrer eher ungünstig erreichbaren Stellen. Zwei Mal ist es uns passiert, dass wir das vollgepackte Fahrrad ein bis zwei Stunden durch unwegsames Gelände hieven mussten, um das Shelter zu erreichen. Der Aufwand lohnt sich aber so gut wie immer, denn diese unerreichbaren Plätze sind sehr idyllisch gelegen. Manche dieser Shelter sind sogar auf Maps.me oder OSM eingezeichnet, die Einträge sind aber nicht immer am neuesten Stand. Es gibt auch noch einige Webseiten, die bei dem Auffinden von Laavus und Kotas hilfreich sind, die meisten sind jedoch auf Finnisch. Hier eine englische Webseite:

https://www.retkikartta.fi/?lang=en

 

Und hier ein Beitrag, der das skandinavische Netzwerk an frei zugänglichen Shelter gut erklärt und einen tollen Überblick zu jedem Land bietet:

https://www.gone71.com/shelter/

1.2. Mücken in Finnland

Unsere Reisezeit in Finnland war der September. Finnland taucht im Herbst in wunderschöne bunte Farben und es ist wohl eine der schönsten Jahreszeit dort! Natürlich wird es schon sehr frisch, unsere Wasserflaschen war morgens regelmäßig gefroren. Der Herbst bringt den riesen Vorteil mit sich, dass es auch den Mücken bereits zu kalt ist! Auch wenn wir es selbst nicht erleben mussten – uns haben einige Menschen mit schmerzverzerrtem Blick von der Mückenplage Finnlands erzählt. Für Reini wäre das wohl die Hölle gewesen…

1.3. Alternative Routen im Norden Finnlands bis ans Nordkap

Die Route durch Finnland ans Nordkap führt fast unweigerlich durch die finnische Kleinstadt Inari. Dort gibt es für die Weiterfahrt allerdings ein paar Alternativen:

Die direkte Route führt nach Nordwesten über die Norwegische Grenze bis Karasjok und weiter bis nach Honningsvåg und bis ans Nordkap. Auch die nördliche Route von Inari bietet sich an, wenn man zum Beispiel in Vadsø oder Vardø in das Boot der Hurtigruten steigen möchte. Wir haben uns für die östliche Route entschieden, die von Inari nach Kirkenes führt. Auf dieser Strecke sind wir so gut wie keinem Auto begegnet, man hat die Straßen für sich alleine und ist umgeben von unberührter Natur. In der Grenzstadt Kirkenes ist man direkt an der russischen Grenze und quasi im hintersten Eck Norwegens angekommen. Manche fahren auch noch an die geschichtsträchtige Grenze Jakobselv und sind somit tatsächlich bis „ganz hinten“ gefahren. In Kirkenes kann man dann in das Boot der Hurtigruten steigen und zum Beispiel bis Honningsvåg fahren. Eine beliebte Abwechslung vieler Radfahrer, denn so erhält man noch mal einen ganz neuen Blick auf die nördlichsten Fjorde Norwegens. Kosten belaufen sich für diese Strecke auf ca. 100 Euro pro Person mit Fahrrad ohne Kabine.

1.4. GPX Daten für Finnland zum Download

Hier stellen wir dir die GPX Daten unserer Route zur Verfügung. Sie sind bestimmt nicht 100% optimal, es lohnt sich also, den Daten NICHT blind zu folgen.

Die Statistik zu dieser Route sieht folgendermaßen aus:

  • Route von Kirkenes bis Helsinki
  • 1797 Kilometer
  • 11.587 Höhenmeter
  • 25 gefahrene Tage
Download
GPX Route durch Finnland
von Kirkenes nach Helsinki
Finnland_Route_Kirkenes-Helsinki.gpx
XML Dokument 2.0 MB


2. Die Route durch Norwegen

2.1. Anreise/Beginn der Route

Für die Fahrt zum Nordkap entschieden wir uns für die Route durch Norwegen. Um von Dänemark nach Norwegen zu kommen, nahmen wir die Fähre von Hirtshals nach Larvik. Es gibt aber auch andere Fähren, die nach KristiansandStavanger oder sogar nach Bergen fahren. Weil wir Familie in und um Oslo haben, kam für uns nur die Route über Oslo in Frage. Hätten wir diese Umstände außer Acht gelassen, wäre unsere Wahl wohl auf Stavanger gefallen, um von dort der Küste entlang weiter gen Norden zu radeln. Gleichwohl wissend, dass diese Strecke die Höhenmeter und Kilometer ORDENTLICH in die Höhen getrieben hätte! 

2.2. Die Küstenstraße

Route für eine Radreise durch Norwegen an das Nordkap
Fahrradroute durch Norwegen ans Nordkap

Von Oslo nach Trondheim fuhren wir über Østerdalen, was so viel Bedeutet wie das „östliche Tal“. Hat man den sehr uncharmanten Großraum Oslos erst mal hinter sich gelassen, ist dieser Abschnitt geprägt von Wäldern und sanften Bergen, von Gewässern und ruhigen Straßen. Je weiter man sich Trondheim nähert, desto schöner wird es! Kurz vor Trondheim wartet dann der erste Blick auf einen Fjord, die von nun an zum täglichen Begleiter werden. Landschaftlich wird es ab Trondheim immer spektakulärer und man befindet sich nun auf der Küstenstraße und am EuroVelo 1.

Je nach Jahreszeit dürfte entlang der Küstenstraße mehr oder weniger Verkehr sein. Wohnmobile haben im Sommer Hochsaison und es ist wirklich unglaublich, was da an manchen Orten los ist. Seinen Höhepunkt findet die Wohnmobil-Saison auf den Lofoten, die zum Zeitpunkt unseres Besuchs heillos überlaufen waren. Zum Radfahren war das kein Genuss und auch das Wildcampen ist auf den Lofoten nur mehr an gekennzeichneten Plätzen erlaubt, die dementsprechend voll waren. Nicht ohne Grund sind die Lofoten ein Touristenmagnet, schließlich sind die steilen Berge und die weißen Sandstrände wirklich unvergleichlich schön! So richtig genossen haben wir die Lofoten erst, als wir zu Fuß auf einen der vielen, unbekannten Berggipfeln gewandert sind. Bei diesen Aussichten bleibt einem sprichwörtlich die Luft weg!

Besonders interessant wurde es für uns ab dem Moment, als wir die Lofoten Richtung Norden verließen. Als hätte jemand den Schalter umgelegt und mit einem Knips die Autos verschwinden lassen. Plötzlich waren die Straßen leer, die Gegend einsam und fast noch schöner, als auf den Lofoten. Ab hier verliebten wir uns noch einmal mehr in Norwegen und seine wilde Natur. Ende August erreichten wir das Nordkap und die gesamte Strecke nach den Lofoten empfanden wir als einsam und landschaftlich wunderschön. Man traf immer mehr Radfahrer, aber starker Straßenverkehr blieb von nun an aus. Die Insel Senja, die Blicke auf die Lyngenalps und die Weitsichten auf der Nordkapinsel werden wir nie vergessen. Sogar das Nordkap hatten wir für eine halbe Stunde für uns alleine!

2.3. Tunnel

Auf einer Route durch Norwegen bis ans Nordkap dürfen die vielen Tunnel nicht unerwähnt bleiben. Von „absolut problemlos“  bis  schrecklich furchteinflößend“ war hier alles dabei. Wobei „schrecklich furchteinflößend“ eigentlich nur der Nappstraumtunnelen auf den Lofoten ist:

Der Tunnel ist in der Hochsaison sehr stark frequentiert und für Radfahrer gibt es eigentlich keinen Platz. Fährt man auf dem viel zu schmalen Bürgersteig im Tunnel, muss man ständig Angst haben, in den Gegenverkehr runter zu fahren. Die Alternative, direkt auf der Straße zu fahren, hätten wir uns nicht getraut. Der Tunnel ist sehr eng, führt unter dem Meer durch und hat dementsprechend viele Höhenmeter. Man ist bergauf als Radfahrer also viel zu langsam. Obendrein ist der Tunnel sehr schlecht belüftet, die riesigen Ventilatoren machen einen entsetzlichen Lärm und wenn man wieder draußen ist, hat man das Gefühl, eine Packung Zigaretten inhaliert zu haben. Der Nappstraumtunnelen lässt sich scheinbar mit einem kleinen Boot, das einmal täglich fährt, umfahren. Wir haben das selbst nicht gemacht, aber von anderen Radfahrern gehört, dass es möglich ist. 

Der berühmt berüchtigte 7 km lange Nordkaptunnel, der 212 Meter unter das Meer führt, lag mir (Angi) seit Beginn der Reise im Magen, nur um dann festzustellen, dass es gar nicht so wild war. Natürlich war es kein Genuss, aber wir hatten das Glück von maximal fünf Autos im Tunnel überholt zu werden. Ein Tunnel ohne Autos ist die halbe Miete als Radfahrer! 

Übrigens: Es gibt auch eine Möglichkeit, den Nordkaptunnel zu umfahren! Man kann mit den Hurtigruten von Havøysund nach Honningsvåg fahren, kostet ca. 50 Euro pro Person. Man erspart sich so keinen einzigen Kilometer, aber man muss nicht mehr durch den Tunnel. Das Hurtigrutenboot fährt auf dieser Strecke aber nur an wenigen Tagen pro Woche, es sollte also gut geplant sein!   

2.4. Alternative Routen in Norwegen

Außerdem wollen wir noch erwähnen, dass Norwegen (zumindest ab Höhe Trondheim) relativ wenig Alternativen bei der Routenwahl zulässt. Möchte man nicht gerade Single-Trails folgen, bleibt im Grunde nur die Küstenstraße oder die E6 im Landesinneren. Und Letztere will man als Radfahrer wirklich vermeiden. 

Immer wieder bieten sich kleine Seitenstraßen für „Ausflüge“ nach Osten oder Westen an. Wer also Lust hat, kann so ein paar extra Kilometer dazu hängen und ein paar weniger besuchte Inseln oder die im Osten liegenden Gletscher besuchen. Die Küstenstraße ist aufgrund der vielen Fjorde oft „unterbrochen“ und wird mit Fähren verbunden. Für Radfahrer und Fußgänger sind geschätzt 80% der Fähren kostenlos! Sogar die lange Überfahrt von Bodø zu den Lofoten kostet Radfahrern keinen Cent. Ab und zu gibt es auch luxuriöse und sehr bequeme „speed boats“ zwischen den Fjorden, die haben jedoch ihren Preis. Für den Fall der Fälle können sie aber durchaus eine große Hilfe sein!

2.5. GPX Daten für Norwegen zum Download

Hier stellen wir dir die GPX Daten unserer Route zur Verfügung. Die Statistik zu dieser Route sieht folgendermaßen aus:

  • Route von Larvik bis ans Nordkap
  • 2773 Kilometer
  • 21.146 Höhenmeter
  • 41 gefahrene Tage
Download
Route durch Norwegen ans Nordkap
Von Larvik über Oslo bis ans Nordkap
Norwegen_Route_Larvik-Nordkapp.gpx
XML Dokument 3.1 MB


3. Die Route durch Schweden

Über Schweden trauen wir uns kein Urteil zu geben, schließlich radelten wir lediglich von Stockholm bis Oslo und kennen die Strecke rauf in den Norden noch nicht. Tendenziell ist aber auch in Schweden eher mit Wäldern und Seen zu rechnen, als mit hohem Gebirge. Entlang der Norwegischen Grenze ist es allerdings bergiger, als im Osten des Landes. Wer mehr über die Strecke in Schweden weiß – wir freuen uns auf Ergänzungen in den Kommentaren am Ende dieses Artikels! Das hilft bestimmt dem einen oder anderen weiter.


4. Fazit

NORWEGEN FINNLAND
Landschaft geprägt von Bergen und Fjorden  Landschaft geprägt von Wäldern und Seen
Zur Hochsaison im Süden durchaus stark frequentierte Straßen, aber eher rücksichtsvolle Autofahrer Ist man bereit, Umwege in Kauf zu nehmen, kann man den großen Straßen sehr gut ausweichen; nicht so gute Erfahrungen mit den Autofahrern auf stark befahrenen Straßen
Gesichtete Tiere: Elche (5), Rentiere (tausend?), Füchse, Delfine, Wale (nur auf Wale-Safari), Seeadler, Geier Gesichtete Tiere: Elche (2), Rentiere (tausend?), Braunbärengebiet zur russischen Grenze (aber keinen gesehen), Gänse, Eule
Auch im Sommer nur selten punktuell viele Mücken erlebt; manchmal auch Bremsen, aber insbesondere die kleinen Biester namens „Knots“! Zwicken und beißen. Extreme Mückenplage im Sommer; im Herbst (ab September) keine einzige Mücke mehr gesehen! Auch keine Knots im Herbst erlebt.
Unterkünfte SEHR teuer (Campingplätze ok) Unterkünfte teilweise ab 25 Euro pro Nacht möglich
Norwegen ist einfach ein sehr teures Land Finnland ist spürbar günstiger als Norwegen
Viele Tunnel Keine Berge, keine Tunnel ;-)
Ein sehr schönes Land! Ein sehr schönes Land!

Es ist kein Geheimnis, dass wir beide große Bergliebhaber sind und unser Herz an Norwegen verloren haben. Nicht ohne Grund sind wir für diesen Winter nach Nordnorwegen zurückgekehrt! Wir empfanden die Route durch Norwegen demnach als wesentlich reizvoller, als jene durch Finnland. Dem wollen wir aber sofort hinzufügen: Das ist eine sehr, sehr individuelle Wahrnehmung! Wer schon immer von Finnland und dessen wilde Wälder und Seen träumt, der soll sich von unseren Erfahrungen hier auf keinen Fall abschrecken lassen!! Natürlich ist Finnland ein schönes Land und auch wir durften traumhafte Momente dort erleben. Unsere Meinung ist und bleibt eine subjektive Momentaufnahme. Deswegen raten wir dir, unbedingt auch andere Blogs zu lesen oder Meinungen einzuholen. Man soll sich niemals auf eine Informationsquelle verlassen. Auch nicht auf unsere ;-)

 

Habt ihr schon eine Radreise ans Nordkap gemacht oder steckt ihr vielleicht schon in den Vorbereitungen? Welche Route habt ihr bzw. würdet ihr wählen? Schreibt uns das gerne in die Kommentare! Und falls hier ein Schweden-Experte mitliest, sind wir über Ergänzungen sehr dankbar :-)!

Radreise zum Nordkap
Was für ein Gefühl, mit dem Fahrrad am Nordkap anzukommen!!

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Kommentare: 11
  • #1

    Klaus (Samstag, 12 Februar 2022 23:13)

    Hi und servus, danke für euren Beitrag. Es macht wirklich Spaß eure Reiseberichte zu lesen. Ich war 2016 zuletzt am Nordkap. Ich bin in Alta gestartet. Von dort gibt es wenig Alternativen bis Honningsvåg ;-) Nach einem Besuch am Globus bin ich per Postschiff nach Kjöllegfjord und von dort über die einzigste Strasse nach Kirkenes. Ab da habe ich mich am EV13 orientiert und bin so bis Athen geradelt. Die Etappe durch Finnland war, abgesehen von den Mücken und Bremsen, grandios. Vor allem habe ich die Einsamkeit genossen. Wild zelten musste ich nur einmal, sonst gab es immer einen Campingplatz. Die Campingplätze in Finnland sind meist recht spartanisch ausgestattet, aber Imme sehr ruhig und entspannt. Oft gibt es sogar eine finnische Sauna :-)

    Dieses Jahr starte ich erneut Richtung Nordkap. Ich starte bei Heidelberg und fahre meist entlang einer der EuroVelo Routen. Von HD über Hamburg, Fehmarn nach Dänemark. Kopenhagen, Malmö, Stockholm. Entlang der Ostseeküste bis nach Finnland und über Inari zum Nordkap.
    Dann habe ich vor dem EV-1 bis nach Frankreich zu folgen... Ich werde berichten :-)
    Grüsse Klaus

  • #2

    Angi & Reini (Samstag, 19 Februar 2022 11:01)

    Hi Klaus,
    wow, da hast du dir ja einiges vorgenommen!! Wir sind besonders gespannt, wie dir die Stecke an der Ostseeküste in Schweden gefallen wird. Da freuen wir uns, wenn du uns ein Update schicken würdest :-)
    Liebe Grüße und gute Reise!
    Angi & Reini

  • #3

    Sebastian (Sonntag, 20 Februar 2022)

    Super Sache! Vielleicht schaff ich das mit dem Fahrrad ja auch nochmals durch den hohen Norden. Beste Grüße, Sebastian (gone71) ;)

  • #4

    Angi & Reini (Sonntag, 20 Februar 2022 16:01)

    hey Sebastian, wie cool, dass du dich meldest!! Vielen Dank für deinen mega genialen Beitrag zu den Shelter-Netzwerken in Skandinavien. Das ist so hilfreich! Und eine Reise mit dem Fahrrad durch die hohen Norden können wir wirklich nur mehr als empfehlen ;-) Liebe Grüße aus Nordnorwegen, Angi & Reini

  • #5

    Otto (Dienstag, 22 Februar 2022 15:00)

    Hallo ihr zwei.
    Super Beitrag über eure Nordkaptour!!
    Meine Tour beginnt Anfang Mai. Meine geplante Route : Von Salzburg über Tschechien / Polen / Baltikum nach Tallinn. ( Wenn es die politische Lage zulässt). Mit der Fähre nach Helsinki über Tampere die Finnische Seenplatte nach Oulu und nach Ivalo. Von da auf den Landweg ans Nordkap.
    Zurück geht's dann über die Norwegisch Küste nach Stavanger und mit der Fähre nach Hirtshals.
    Über Dänemark und Deutschland zurück nach Salzburg!
    Im Oktober möchte ich wieder zu Hause sein.
    Ich wünsche euch noch eine schöne Zeit in Nordnorwegen und eine gute Weiterreise.
    Liebe Grüße aus Salzburg, Otto

  • #6

    Dirk (Sonntag, 27 Februar 2022 13:29)

    Durch Schweden ist es auch ganz nett. War jedenfalls unsere Erfahrung auf unserer "Nordroute Köln Formentera" 2013 (GPS Track, Bilder sowie Erlebnisse finden sich in einem gleichnamigen Reisetagebuch im Netz). Natürlich - viel Wald, gelegentlich Moskitos, meist nur schwach frequentierte Straßen - dafür leider keine sooo spektakuläre Landschaft wie in Norwegen. Doch alles geht halt nicht und manche Dinge haben ihren Preis. Andererseits kann auch langweiliges Terrain seinen Charme haben. Raus aus der Reizüberflutung, rein ins eigene Ich. Nordkaptunnel? Ebenso selbstverständlich nicht der Reißer, doch in einer knappen Stunde ist er zu bewältigen, je nach Fitness auch bedeutend schneller. "Eure" Strecke würde ich bei einer Rundreise anders herum empfehlen. Während der Fahrt durch Finnland kann man Kondition aufbauen für Norwegen, auf dem Rückweg lockt die beeindruckendere Landschaft.

  • #7

    Angi & Reini (Dienstag, 08 März 2022 09:45)

    @Otto: Wow, du hast eine sehr, sehr große Tour vor dir!! Das wird wunderschön, da sind wir uns sicher. Und Anfang Mai ist ja bald :-) Wir senden dir ganz liebe Grüße in die Heimat!!

    @Dirk: Danke für deine Schweden- Ergänzung! Der Tipp, über Finnland rauf und Norwegen runter, ist sicherlich nicht verkehrt! Finden wir gut und wir haben unterwegs auch ein paar getroffen, die das so gemacht haben. Und Finnland ist definitiv ein Land zum Fit werden :-) Liebe Grüße!

  • #8

    Karl-Heiz (Sonntag, 13 März 2022 21:20)

    Moin Ihr beiden,
    danke für die vielen Information zur Radreise zum Nordcup. Ich bin schon fleißig an informationen sammeln , den ich möchte als Ausstieg aus dem Arbeitsleben zum Nordkap zu fahren. Zeit habe ich denn ja genug. Nur ich brauche an meinen Unterkünften oder zwischen durch noch etwas Strom, für mein E-Bike. Aber das sollte auch kein Problem sein. Euch weiterhin viel Spaß auf den Radreisen.
    Gruß Karl-Heinz aus der nähe Hamburg

  • #9

    Philipp (Sonntag, 13 März 2022 21:26)

    Hallo zusammen
    Hab mich sehr über euren Bericht gefreut und bin gespannt auf die Videos. Da kommen einige Erinnerungen hoch. Ich bin vor einigen Jahren die Route mitten durch Schweden gefahren und dann nach Östersund rüber zu Norwegen gewechselt. Schweden war sehr waldig und besonders im Süden eher eintönig. Je weiter man in den Norden kommt, desto schöner wird es. In Norwegen bin ich dann wie ihr über die Lofoten der Küste entlang ans Nordkapp geradelt. Da ich Ende Juni auf den Lofoten war, hatte es noch keinen Touristen andrang und man konnte es herrlich geniessen. Ich wollte dann eigentlich über Finnland zurückfahren, aber aufgrund der vielen Mücken ab der finnischen Grenze hatte ich dann aufgehört :)

  • #10

    Franjo (Freitag, 22 April 2022 15:41)

    Hallo, servus,
    eine sehr anregende Seite. Vielen Dank dafür. Ich habe schon einige nützliche Infos hinzugewinnen können.
    Ich werde voraussichtlich in der 19. KW aus der Nähe von Augsburg aufbrechen.
    Strecke: Augsburg – Glückstadt – Nordseeküstenradweg in Dänemark - in Schweden die Sverigeleden, ungefähr bis Höhe Polarkreis – Lofoten/Vesteralen – Nordkap – Iron Curtain Trail nach Helsinki.
    Soweit der Plan � Schaun mer mal, wie weit ich kommen werde – habe ja als frischgebackener „Zeitmillionär“ keinen Druck.

  • #11

    Alexander (Dienstag, 17 Mai 2022 18:52)

    Hallo aus Schweinfurt,

    vielen Dank für eure Tipps. Ich versuche ab dem 1. Juni via Kiel-Göteborg-Oslo-Trondheim-Lofoten ans Nordkap zu gelangen.
    Bin echt gespannt wie das gehen wird und bin gerade dabei alles "überflüssige" wieder auszusortieren.
    Ich werde berichten....

    Alexander

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