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Ein Lebenszeichen aus Tajikistan

Weil wir schon länger kein Lebenszeichen mehr von uns gegeben haben, wollen wir euch mit diesem Mail ein kurzes Update geben. Vorne weg: es geht uns gut! 

 

Seit wir Ende Mai den Iran verlassen haben und in Turkmenistan eingereist sind, hatten wir bei der Suche nach einem vernünftigen Internet keinen Erfolg mehr. Zum Glück reicht es gerade so aus, unsere Familien via Whats App zu erreichen, aber unsere neuen Videos und Blogartikel wollen es einfach nicht in das World Wide Web schaffen! 

 

Nach dem wir Turkmenistan in nur fünf Tagen durchquert hatten (natürlich folgt hierzu noch ein ausführlicher Blogartikel, sobald es die Verbindung zulässt!), haben wir Usbekistan zum größten Teil mit dem Zug durchquert. Unsere Körper (und Köpfe) waren von den intensiven Wochen im Iran und in Turkmenistan sehr erschöpft und wir brauchten dringend eine ruhige Zeit um Energie für die nächste, bevorstehende Herausforderung zu tanken: den Pamir Highway in Tajikistan! Der Pamir Highway ist die zweithöchste Fernstraße der Welt und wird uns auf 1400 Kilometern mit rund 22.000 Höhenmetern auf bis zu 4655 Meter über den Meeresspiegel führen. Beim Gedanken an diese Zahlen beginnen unsere Wadeln an zu zittern ;)

Seit 2. Juni sind wir also nun in Tajikistan, haben Reinis 33. Geburtstag in den Bergen gefeiert und obwohl wir uns noch immer auf lächerlichen 2200 Metern befinden, haben wir bereits einige abenteuerliche Momente hinter uns: Eines Nachts hat ein Fuchs mehrmals unser Zelt angegriffen und stellenweise zerrissen, wir mussten von Muren verschüttete Straßen überwinden, oberschenkeltiefe Flüsse überqueren und uns auf einen Pass von 3200 Metern mit grausamen Straßenverhältnissen hinauf hieven. Jedoch immer von malerischen Bergen und unendlich schönen Fernblicken umgeben, mit schneebedeckten Gipfeln von über 5000 Metern. Kurz gesagt: wir lieben es und sind jetzt schon begeistert!

 

Leider haben wir schon mehrfach mit den berühmten tajikischen Magen-Darm-Problemen Bekanntschaft gemacht. Diese Woche hat es Reini besonders hart getroffen. Seit sieben Tagen plagt ihn nun schon der Magen und wir hoffen sehr, dass wir morgen die Stadt Khorog verlassen können. Für die nächsten rund 20 Tage brauchen wir schließlich all unsere Kräfte, denn von nun an geht es stetig bergauf, bis wir das Plateau von über 4000 Metern erreicht haben. Dafür wünschen wir uns niederschlagfreies Wetter und einen erholten Magen, dann wird schon alles schief gehen ;)

 

 

Liebe Grüße aus Khorog/Tajikistan,

Angi & Reini

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